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Leverkusen
Balkantrasse: Rat entscheidet über den Baustart

Leverkusen: Balkantrasse: Rat entscheidet über den Baustart
Die Natursteinmauern der Brücke über der Balkantrasse in Romberg sind wackelig geworden. Für ihre Sanierung stehen laut Stadt 266 000 Euro im Etat zur Verfügung. FOTO: uwe miserius
Leverkusen. Der Eigenanteil des Fördervereins ist beisammen, der Antrag bei der Bezirksregierung gestellt. Baustart soll 2013 sein. Von Gabi Knops-Feiler/us

Der Förderverein "Balkantrasse" mit seinen 1730 Mitgliedern hat es geschafft: Der geforderte Eigenanteil zum Kauf der Trasse ist beisammen. Aktuell verfügt der Förderverein über 206 000 Euro, dazu kommen 172 000 Euro aus der sogenannten Brückenablöse der Deutschen Bahn als Beitrag zur dauerhaften Sanierung der Brücken.

Ob das Projekt doch noch scheitern könne, wurde Schatzmeister Manfred Haußmann bei der jüngsten Mitgliederversammlung in den Räumen der Volksbank Rhein-Wupper gefragt. "Nein, das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen", antwortete er. "Eigentlich sind wir da."

Der formelle Förderantrag zum Ausbau eines Rad- und Wanderweges wurde bei der Bezirksregierung bereits eingereicht. Zur Erinnerung: Am 21. Dezember 2011 wurde der Kaufvertrag zwischen Bahn und Stadt Leverkusen über das etwa sechs Kilometer lange und rund 165 000 Quadratmeter große Grundstück der Balkantrasse besiegelt. Seither ist der Förderverein aktiv, die erforderlichen Mittel im Rahmen des Landesförderprogramms "Panoramaradwege" zu beschaffen.

Lagen die geschätzten Gesamtkosten für den Ausbau einst bei 1,7 Mio Euro, hat sich diese Summe inzwischen auf 1,9 Mio Euro erhöht. Grund ist die geplante Verbreiterung von drei auf vier Meter. Nach Erfahrungen in den Nachbarstädten hat sich herausgestellt, dass drei Meter für das Leverkusener Teilstück zu wenig wären. Die entsprechende Rats-Entscheidung soll am 10. Dezember fallen.

Man rechne mit einem positiven Bescheid, sagte Vorsitzender Karl-Friedrich Weber. Er, sein Stellvertreter Hartmut Lehmler und Schatzmeister Haußmann wurden kurz darauf im Amt bestätigt. Dieses Projekt, das von vielen Bürgern nachdrücklich gewünscht werde, koste die Stadt keinen Euro. Weber: "Das ist unser Geschenk an die Stadt."

Hingegen soll die Trasse mit Hilfe von Fördergeldern im zweiten Bauabschnitt bis in die Neue Bahnstadt Opladen verlängert werden. Man hoffe, spätestens 2016 mit den Arbeiten beginnen zu können. Ziel für Baubeginn des ersten Abschnitts sei 2013. Dann hoffe man jedenfalls auf eine Anschubfinanzierung.

Apropos Anschub: Die Mitglieder des Bauausschusses hatten die Balkantrasse in ihrer Sitzung gestern ebenfalls auf der Agenda. Sie stimmten für die Verbreiterung und gaben somit eine positive Empfehlung für den Stadtrat ab.

(RP/rl)
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