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Leverkusen
Bayer-Allstars treten gegen Chemiker an

Leverkusen: Bayer-Allstars treten gegen Chemiker an
Das Chempark-Team (Blau-Weiß) kickt gegen das Bayer 04-Allstar-Team. Hans-Peter Lehnhoff (am Ball) zeigt, dass er noch immer fit ist. FOTO: MATZERATH
Leverkusen. Bei dem Turnier von Chempark-Mitarbeitern gegen ehemalige Bayer-04-Spieler hatten alle Teilnehmer Spaß. Die besondere Herausforderung für die ehemaligen Profis lag in einer zwar fußballerisch limitierten, dafür aber höchstmotivierten Amateur-Elf. Von Tobias Brücker

Den Rasensprenger auf dem großen Trainingsplatz unweit der BayArena hätten sich die rund 500 Besucher wohl auch am Donnerstagabend auf dem kleinen Nebenplatz (Ulrich-Haberland-Stadion) auf den Zuschauerrängen gewünscht. Bei gut 27 Grad und einer gefühlt senkrecht am Himmel stehenden Sonne feierten Mitarbeiter aus dem Chempark mit ihren Kollegen und Freunden ein weiteres Kapitel des 125-jährigen Geburtstags.

Für 20 junge Fußballer wurde es mit Sicherheit trotz der Hitze auf dem Platz einer der legendärsten Tage in ihrem Leben. Sie durften gegen die Traditionsmannschaft von Bayer 04 ran, die unter anderem mit Hans-Peter Lehnhoff und Simon Rolfes antrat.

Der langjährige Kapitän des Werksklubs beendete erst im vergangenen Jahr seine Karriere und ist jetzt lediglich ab und an als ZDF-Experte bei Champions League-Spielen im Fernsehen zu sehen. So ganz ohne aktiven Fußball geht es aber eben nicht. "Warum auch", wie Rolfes betonte. Und er gab sich weiter entspannt.

Während die Chempark-Auswahl bereits minutenlang auf dem Platz Aufwärm- und Passspielübungen absolvierte, betrat der jetzt 34-Jährige lächelnd den Rasen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir das Spiel gewinnen können", betonte Rolfes - das Sprechen in Phrasen verlernen Fußballer eben nicht.

Die besondere Herausforderung für die ehemaligen Profis lag an diesem Tag nicht etwa in bundesligaerfahrenen Haudegen auf der anderen Seite, sondern in einer zwar fußballerisch limitierten, dafür aber höchstmotivierten Amateur-Elf. Jüngster Spieler: der erst 18-jährige Covestro-Azubi Filippo Sfragara. Aufgrund einer schwerwiegenderen Verletzung beendete er das Fußballspielen im Verein vor rund drei Jahren. In der Jugend stark talentiert, spielte der Außenverteidiger mit dem VfL Leverkusen Mittelrheinliga, sowie darüber hinaus an Stützpunkten des DFB. Und Sfragara zeigte sich nach dem Spiel, dessen Ergebnis an dieser Stelle noch nicht verraten werden soll, beeindruckt. "Ich kann viel mitnehmen - diese Spielübersicht und Ruhe am Ball", erzählte er. Diese Attribute gepaart mit der Ausdauer der ehemaligen Profis sei schon ein bemerkbarer Unterschied.

Zum Spiel: Für einen kurzen Moment schnupperte der Underdog gar an einer Sensation. Zweimal trainiert von Jürgen Gelsdorf, der betonte, er habe die jungen Spieler aufgrund ihres hohen Spielverständnisses kaum anleiten müssen, zeigten Sfragara und Co., warum die ausgewählten Akteure mindestens Bezirksliga spielten. Nach zwei, drei schnellen Pässen in die Spitze und einem Ball in die Tiefe stand Björn Friebe plötzlich frei vor dem Bayer 04-Kasten - und versenkte im Stile eines Weltklassestürmers (2.). Die Freude währte jedoch nicht lange. In der Schlussphase verkürzte Thomas Müller - ja, er heißt wirklich so - zwar noch einmal auf 2:3, am Ende verloren die Chemiker dennoch 2:4. Und trotz der Niederlage standen im Grunde nur Gewinner auf dem Platz.

Quelle: RP
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