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Leverkusen
Bayer beantragt Zulassung für Stivarga bei Leberkrebs

Leverkusen. Möglicherweise muss Bayer an der Stellschraube zum erwarteten Spitzenumsatzpotenzial seiner Krebsarznei Stivarga nachjustieren. Denn die könnte demnächst durch weitere Anwendungsgebiete mehr Umsatz bringen. Der Konzern beantragte in Europa, in den USA und in Japan nun die Zulassung für die Arznei zur Behandlung von Leberkrebs. Das Mittel solle als Zweitlinientherapie eingesetzt werden, wenn andere Arzneien bereits nicht mehr helfen, teilte Bayer mit.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA soll eine schnelle Zulassungsprüfung für das Medikament gegen schwer behandelbare Krankheiten zugesagt haben. Derzeit ist Stivarga (Wirkstoff Regorafenib) in 90 Ländern zur Behandlung von Darmkrebs, der bereits gestreut hat, zugelassen. Auch in Deutschland, hier allerdings derzeit nicht im Verkehr. Stivarga gilt als eines der Vorzeigemedikamente des Bayer-Gesundheitsbereichs wie auch der Thrombosehemmer Xarelto, die Augenarznei Eylea, das Lungenmittel Adempas und das Krebsmittel Xofigo. Bei diesen hatte Bayer seine Erwartungen ans Umsatzpotenzial kürzlich noch einmal hochgeschraubt.

Allein beim Krebsmedikament Stivarga war vorerst alles beim Alten geblieben, also bei mindestens einer Milliarde Euro Umsatzerwartung. Im vergangenen Jahr hatte das Medikament Erlöse von 313 Milliarden Euro eingebracht. Insgesamt hatte Bayer-Chef Werner Baumann im September das kumulierte jährliche Spitzenumsatzpotenzial dieser fünf Vorzeigearzneien von bisher mindestens 7,5 Milliarden - auf das Niveau hatte sein Vorgänger Dekkers 2014 das Potenzial hochgeschraubt - gestern auf mehr als zehn Milliarden Euro erhöht.

(LH)
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