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Leverkusen
Bayer setzt Jahresprognose für CropScience herab

Leverkusen. Die eher erfolgsverwöhnte Bayer-Agrarsparte wird in diesem Jahr ausgebremst. CropScience müsse "trotz eines erfreulichen Jahresauftakts und einer unverändert guten Wachstumsdynamik eine Korrektur ihrer Geschäftsprognose für das Jahr 2017 vornehmen", teilte Bayer mit.

Der Grund: Nach Abschluss der Erntesaison in Brasilien zeigten sich am dortigen Markt "unerwartet hohe Warenbestände im Bereich Pflanzenschutz". In Zahlen: Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wird mit 300 bis 400 Mio. Euro belastet. Zudem verläuft das Geschäft der Division Consumer Health von Erica Mann, der einzigen Frau im Bayer-Vorstand, "schwächer als prognostiziert". Deshalb wird Bayer die Jahresprognosen bei Umsatz und Ergebnis für beide Bereiche "anpassen". Nachsatz: "Dies wird auch auf Konzernebene zu einer Anpassung der Prognosen für Umsatz und Ergebniskennzahlen führen."

An der Börse hat die Nachricht für einen Kurssturz von bis zu 5,5 Prozent gesorgt. "Schlimmer als die betragsmäßige Auswirkung ist der Vertrauensverlust, den eine Gewinnwarnung bedeute", zitiert die Agentur dpa einen Analysten. Derweil hat Bayer gestern bei der EU den Antrag auf Genehmigung der Übernahme von US-Saatgutriese Monsanto eingereicht.

(LH)
 
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