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Leverkusen
Bayer zieht heldenhaft in die neue Spielzeit

Leverkusen. Mit einem Ball startet "Bayer Kultur" Anfang September in die nächste Spielzeit 2016/17. Veränderungen gibt es beim Abonnement-System. Von Monika Klein

Kein Motto, aber zwei Schwerpunkte hat Bayer Kultur für die Spielzeit 2016/17: das 125-jährige Bayer-Jubiläum in Wiesdorf und "Helden" in jeder Hinsicht. Der "Gründerzeit" wird mit einem "Eröffnungsball" am Samstag, 3. September, im Erholungshaus gedacht. Nach dem erfolgreichen Start der letzten Spielzeit setzt man erneut auf eine Tanzveranstaltung.

Helden sind Theater-Klassiker sowieso, zu sehen sind Schillers "Wilhelm Tell", Ibsens "Peer Gynt" oder de Cervantes' "Don Quichotte". Außerdem setzt man auf die Zugkraft bekannter "Künstler-Helden" wie Dieter Hallervorden ("Sonny Boys"), Suzanne von Borsody (Astrid Lindgren-Porträt), Joachim Król (Camus-Text), Günther Lamprecht (Böll-Lesung: Der Engel schwieg), Jan Gregor Kremp (neues Soloprogramm) oder die Tatort-Kommissare Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl (Dickens-Bühnenmärchen).

Für die TV-Prominenz hat man extra ein neues Abo-Format erfunden: die "Gipfelstürmer". Die Helden der Musik vertreten Philippe Herreweghe (mit seiner Königlich Flämischen Philharmonie), "l'arte del mondo" und vor allem der Geiger Daniel Hope (mit Kammermusik-Ensemble). Helden auf dem Weg nach oben sind die ehemaligen "stART"-Künstler, die ein ganzes Konzert-Wochenende bieten mit Kinder-Konzert, Kammermusikabend und Jazz-Kulisse. Die Förderung junger Künstler heißt künftig "stART"-Akademie und ist nicht mehr auf Musiker oder Klassen von Kunsthochschulen beschränkt. Erstmals ist auch Tanz dabei.

Das Bundesjugendballett wird im Residenz-Ort Erholungshaus auftreten, Programme erarbeiten, sich beim Training zuschauen lassen und Schulklassen in Workshops unterrichten. Unter anderem bietet die Sparte Tanz die Junior-Compagnie des Bayerischen Staatsballetts, ein getanztes Märchen für die ganze Familie, und "Piano Piano", eine choreographische Inszenierung zu Musik von Schubert. Als Sonderveranstaltung zeigt der legendäre Tänzer und Choreograph Mikhail Baryshnikov seine Ein-Mann-Show zu Texten von Joseph Brodsky, und das gleich an vier Abenden. Noch nicht gelüftet wurde das Geheimnis um ein "Großprojekt" Ende März. Es darf gerätselt werden. Wer der Sache am nächsten kommt, gewinnt eine Freikarte.

Für das junge Theaterpublikum gibt es neben dem Angebot "Klassenzimmer" mit Aufführungen in Schulen in der nächsten Spielzeit eine neue Eigenproduktion. Höhepunkt sind die Schultheaterwochen in Kooperation mit KulturStadtLev im nächsten Sommer. "Mitmachen" heißt es wieder für Kinder in Samstags-Workshops zu den laufenden Kunstausstellungen, demnächst erweitert um Angebote für Jugendliche. Die erste von drei Kunstausstellungen der nächsten Saison präsentiert Schätze aus der Sammlung Bayer. Unter Leitung von Thomas Helfrich gab es einige Änderungen.

Das Programm ist ein Magazin mit Hintergrund-Beiträgen, alle Termine stehen in einem Extra-Heft, Infos zu allen Veranstaltungen online: kultur.bayer.de

Quelle: RP
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