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Leverkusen
Bebauung Opladen: Bürger können bis 13. Dezember Ideen einbringen

Leverkusen: Bebauung Opladen: Bürger können bis 13. Dezember Ideen einbringen
So soll das Areal zwischen Stauffenberg-, Pommern- und der Straße und "Zur alten Fabrik" aussehen. Neun Häuser mit insgesamt 88 Wohneinheiten. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Im alten Opladener Rathaus wurde diese Woche der Bebauungsplan für das Areal zwischen Stauffenberg-, Pommern und der Straße "Zur alten Fabrik" vorgestellt: 88 Wohneinheiten in neun drei- bis viergeschoßigen Häusern mit Flachdach, privatem Gartenbereich und Stellplätzen, sollen dort entstehen. Vorgesehen sind zudem auch zwei Gemeinschaftsflächen, wie ein Spielplatz und eine kleine Parkanlage.

"Auf 80 Prozent der Grundfläche ist eine Bebauung möglich", sagte Jahnen, vor rund 20 interessierten Bürgern im ehemaligen Opladener Ratssaal. "Aber wir wollen es locker gestalten." Wenn es nach den Plänen des Architekten und Designers geht, dann werden auf dem Areal Wohnhäuser im sogenannten Riegel- oder Ziegelsystem entstehen (siehe Bild), wodurch - aufgrund der Anordnung der Gebäude - ein natürlicher, städtebaulicher Schallschutz entsteht. Denn das Areal befindet sich an zwei stark befahrenen Verkehrswegen - der Pommernstraße, einer überörtlichen Verkehrsstraße und der Stauffenbergstraße, einer innerörtlichen Hauptverkehrsader - und unweit der Bahnschienen.

Doch durch die Bauweise im Riegel- oder Ziegelsystem sei kein aktiver Schallschutz wie eine Mauer nötig. "Das würde auch nicht schön aussehen", bemerkte der Fachmann. Jedoch sind Schallschutzfenster und eventuelle Lüftungssysteme für die Schlafräume vorgesehen. Grundsätzlich sollten schallempfindliche Räume wie Schlafzimmer an den "leisen" Wohnseiten entstehen, also der von den Hauptstraßen abgewandten Seite.

Dirk Stein, vom Planungsbüro Via in Köln legte ein Verkehrsgutachten vor, dass zwei Varianten unter die Lupe nahm. In der einen, blieben alle Verkehrsführungen bestehen, in der anderen gab es eine Teilsperrung, etwa in die Straße "Zur alten Fabrik". Durch die Sperrung, zeigten die Schaubilder, würde sich der komplette Verkehr auf die beiden Hauptadern (Stauffenberg- und Pommernstraße) verlagern.

Ohne Ausweichmöglichkeit über die "Zur alten Fabrik" würde eine schlechte Verkehrsqualität entstehen, weil die Wartezeit länger als 45 Sekunden betragen würde. Bei der ersten Variante, sei das Verkehrsaufkommen zwar auch zu Spitzenzeiten hoch, aber in der Qualität sogar besser als aktuell. "Daher empfehlen wir die offene Variante." Bis zum 13. Dezember können Bürger sich im Elberfelder Haus, Hauptstraße 101, den Bebauungsplan anschauen und Anregungen äußern. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 8.30 bis 15.30 Uhr, freitags bis 13.30 Uhr.

(seg)
 
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