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Leverkusen
Bei Bayer Kultur steppt der Chef

Leverkusen: Bei Bayer Kultur steppt der Chef
Gemeinsam mit Pia Neises stellte Bayer-Kultur-Leiter Thomas Helfrich seine Stepptanz-Qualitäten unter Beweis (Foto oben). Zur Unterhaltung trugen zudem "Walkingacts" wie Len Shirts und Franziska Braegger vom Theater R.A.B. (links) und vor allem die große Tanzfläche im Erholungshaus bei. FOTO: Matzerath (2), Behrendt und Rausch
Leverkusen. Einen vielversprechenden Start in die Spielzeit legte Bayer Kultur mit 800 Gästen im Erholungshaus hin: ohne lehrreiche Vorträge, dafür mit viel Tanz und einem neuen Leiter, der sein Publikum zu verblüffen und begeistern wusste. Von Monika Klein

Das Bayer-Kulturhaus heißt wieder Erholungshaus. Und der Name ist Programm, das wurde bei der diesjährigen Spielzeiteröffnung am Samstag deutlich. Statt der klassischen Festveranstaltung mit lehrreichem Vortrag, Konzert- oder Ballettaufführung forderte der neue Bayer-Kultur-Leiter Thomas Helfrich die Besucher zum Tanz auf.

FOTO: Matzerath, Ralph (rm-)

Aus dem großen Saal hatte man für diesen Sommernachtsball Sitzreihen und Podeste entfernt. Stattdessen waren auf der Bühne und in der hinteren Hälfte runde Tische aufgestellt und mittendrin eine große Tanzfläche ausgespart. Die füllte sich schon beim ersten Walzer, so als hätte Leverkusen nur darauf gewartet, mal wieder gepflegt tanzen zu können. Thomas Helfrich ging mit bestem Beispiel voran. In seiner kurzen Begrüßung wies er darauf hin, dass man sich über das Kulturprogramm informieren oder auch auf der Website nachlesen könne, sich ansonsten aber einfach gut unterhalten dürfe.

Dann legte er das Mikrofon beiseite und mit Profitänzerin Pia Neises eine gekonnte Stepp-Choreographie auf das Parkett. Das Publikum reagierte zuerst verblüfft, dann restlos begeistert auf diese Kostprobe ungeahnter Fähigkeiten vom neuen Chef des Hauses. Der bat daraufhin das Party Symphonie Orchestra, das auf dem Mittelbalkon untergebracht war, um den ersten Walzer. Im Nu füllte sich die Tanzfläche, vorneweg Chempark-Leiter Dr. Ernst Grigat, gefolgt vom Vertreter der Stadt, Bürgermeister Bernhard Marewski mit Frau.

FOTO: Matzerath, Ralph (rm-)

Und da blieb keineswegs die Generation 55+ unter sich. Viele junge Leute fühlten sich aufgefordert, obwohl es für die oben im Studio eine rockige Alternative gab. Da sorgte "die älteste Boygroup Leverkusens", die Flaming Stars, für eine ebenfalls dauerhaft volle Tanzfläche. Von den schweißtreibenden Temperaturen ließ man sich auf beiden Etagen nicht abhalten. Etwas Abkühlung gab es im Biergarten, ebenfalls bei Live-Musik. Hier spielten die jüngsten Musiker (Faboulous Five) mit einem 14-jährigen Schlagzeuger und dem besten NRW-Abiturenten am Bass Musik zum "Chillen".

Im Theaterbistro Kulisse ließ man tanzen und genoss. Da konnte man Pia Neises aus der Nähe bewundern bei Tap dance und Jazz von Just Friends. Im Foyer war die Sonderausstellung der Künstlerin Nina Pops zu sehen, außerdem konnte man sich dort von der Close-Up-Magie Reiner Roths bezaubern lassen oder wechselnden "Walkingacts" begegnen.

Es war ein durchweg gut gelaunter, unterhaltsamer und vielversprechender Start in die Spielzeit 2015/16, die auch anspruchsvollere und ernstere Konzerte, Ballett- und Theaterabende bietet. Getanzt wird künftig regelmäßig bei Bayer Kultur: In dieser Saison geht das Format "Tanz-Kränzchen" an den Start.

Quelle: RP
 
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