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Leverkusen
Benefizkonzert soll Strom nach Bugorora bringen

Leverkusen. Von Barock bis hin zur Moderne - das diesjährige Benefizkonzert des Bugororakreises bot rund 100 Gästen große musikalische Vielfalt. Der Instrumentalkreis St. Heinrich intonierte Werke wie Paul Simons "Sound of Silence", Green Days "Wake me up when September ends" oder den Klassiker Scarborough Fair. 14 Künstler unter der Leitung von Kläri Miebach spielten ihre Instrumente: Gitarre, Akkordeon, Keyboard, Schlagzeug, neun Blasinstrumente und eine Geige, die leider in den hinteren Reihen kaum zu hören war, da die anderen Instrumente sie übertönten. Von Tobias Falke

Das Trio "tricolori" überzeugte mit musikalischer Vielfalt. Silvia Santo, Marion Müller-Kemmerling und Holger Koslowski spielten unter anderem auf Holzflöte, Querflöte und Horn. Doch passend zum jeweiligen Stück wechselte Koslowski gekonnt zur Metallblockflöte, die einen sanfteren Klang bot als das Holzmodell und mit der Querflöte besser harmonierte. Lioba Etzel und Birte Holzenkamp erhielten besonderen Applaus für ihre Improvisationen für Klavier, die unter den Mottos "Von der Quelle bis zur Mündung" und "Strömung" standen. Überzeugen konnte Charlotte Krause als Sopranistin, die von Cèsar Franck "Panis angelicus" aus der "Messe solennelle" aus dem Jahr 1858 sang und von Kläri Miebach an der Violine und Pia Gensler am Keyboard begleitet wurde.

Seit 25 Jahren gibt es die Partnerschaft zwischen Witzhelden und Bugorora. Beide Gemeinden liegen ungefähr 6.269 km Luftlinie auseinander. Bugorora befindet sich im Norden von Tansania, etwa 40 Kilometer vom Victoriasee entfernt, an der Grenze zu Uganda. Von 2003 bis 2011 wurden unter dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" vor Ort 30.000 neue Bäume gepflanzt. Die Akzeptanz war in Bugorora zunächst nicht besonders groß, da vor allem die Langfristigkeit nicht im Auge behalten wurde. Doch 2014 konnte die Gemeinde nach einem Sturm bereits einige Bäume verkaufen, um für den Erlös das Pfarrhaus zu sanieren und Instrumente zu kaufen.

Des Weiteren hat die Gemeinde in Witzhelden aktuell dazu beigetragen, dass es eine eigene Bananen- und Kaffeeplantage gibt. In diesem Jahr soll Bugorora sogar ans Stromnetz angeschlossen werden. Ende August fliegt der Arbeitskreis nach Tansania, um die 25-jährige Partnerschaft zu feiern.

Quelle: RP
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