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Kreuz Leverkusen
Beschluss zum Autobahnkreuz-Umbau fällt dieses Jahr

Kreuz Leverkusen: Beschluss zum Autobahnkreuz-Umbau fällt dieses Jahr
Eine Umbaumöglichkeit des Autobahnkreuzes Leverkusen (Malteserkreuz-Variante) mit einem Überflieger (rot eingekreist), die allerdings nicht Bestandteil der Machbarkeitsstudie ist. FOTO: Straßen.NRW
Leverkusen. Die Autobahnbehörde Straßen.NRW hat die Machbarkeitsstudie zum Umbau des Autobahnkreuzes Leverkusen vorgestellt. Mit acht Fahrspuren soll die stau- und unfallträchtige Strecke entschärft werden. Von Ulrich Schütz

Eine gute Nachricht hatte die Autobahnbehörde Straßen.NRW für die Anwohner des Autobahnkreuzes Leverkusen: Der geplante Neubau passt auf die Fläche des heutigen Knotenpunktes der Autobahnen 1 und 3. Eine monströse "Überflieger-Fahrbahn", wie sie mal durch die Kleingartenanlage an der Dhünn geplant war, ist überflüssig. Da hat sich der Widerstand der Anwohner gelohnt. Und trotzdem kann das neue Autobahnkreuz, wie immer es aussehen wird, die Verkehrsmassen aufnehmen. Es bietet sogar noch Reserven.

Heute gilt das Leverkusener Kreuz als stau- und unfallträchtig. Die Straßen.NRW-Planer haben ihre Erkenntnisse am Mittwoch dem städtischen Autobahn-Projektrat im Rathaus in nichtöffentlicher Sitzung vorgestellt. Grundlage ist die Machbarkeitsstudie für den Ausbau der A3 inklusive des Autobahnkreuz-Umbaus. Beide Autobahnen sollen bekanntlich auf acht Fahrspuren plus Standspuren und Einfädelspuren ausgebaut werden, "um das stetig steigende Verkehrsaufkommen zu bewältigen", teilte die Behörde gestern per Pressemitteilung mit.

Ziel der Machbarkeitsstudie sei es, "belastbare Daten zu Emissionen, Eingriffen in das Umfeld, Kosten und der Baubarkeit unter laufendem Verkehr zu erhalten". Die Verantwortlichen wollen während der Bauzeit eine komplette Sperrung von Autobahnstücken vermeiden, weil A1/A3 rund um Leverkusen zu den meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands gehören.

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Noch dieses Jahr soll entschieden werden, welche Umbauvariante gebaut wird. Direkt nach Fertigstellung der Leverkusener Rheinbrücke (Baubeginn des ersten Brückenteils: 2017) soll das Autobahnkreuz umgebaut werden. Für den Ausbau der A3 wurden insgesamt fünf Varian-ten geprüft, zwei davon basierten auf Vorschlägen aus der Bürgerschaft. Vier der fünf Varianten enthalten Tunnelabschnitte. Für den Ersatz des Autobahnkreuzes Leverkusen wurden drei denkbare Varianten vorgestellt, die laut Straßen.NRW alle die Leistungsfähigkeit deutlich steigern. Und alle Versionen lassen jede A1-Ausbaumöglichkeit zu. "Wichtig war mir zu erfahren, dass auch die A1-Tunnelvarian-ten noch realisierbar bleiben", sagte Oberbürgermeister Uwe Richrath gestern. Die Machbarkeitsstudie wird im Internet veröffentlicht.

Auszüge der Studie stehen nach den Osterferien im Internet unter: www.a-bei-lev.nrw.de. Donnerstag, 14. April, 16 bis 20 Uhr, ist dazu eine Info-Messe im Forum.

Quelle: RP
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