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Leverkusen
Bezahl-Sender Sky testet Technik auf der Sportanlage in Alkenrath

Leverkusen. Es war ein heißer Sommerabend auf dem Platz des SSV Leverkusen-Alkenrath: Der Fußball präsentierte sich in seiner ursprünglichen Form, denn alles hier roch nach Amateursport. Die Bälle lagen auf einem schlaffen Tornetz und ein Hund lief über die Anlage, während Spieler ihre Füße in ein kleines Planschbecken hielten. Von Tobias Brücker

Doch nur wenige Meter davon entfernt, auf der anderen Seite des Zauns, postierte sich die große Fußballwelt: Zwei schwarze Range Rover und ein dunkler Van von Mercedes waren auf der Wiese geparkt. Doch damit nicht genug, schlummerten im Inneren der Fahrzeuge nigelnagelneue Technik. Wie der rotblaue Schriftzug auf den Autos verriet, gehörten sie zum Pay-TV-Konzern Sky.

Diese Technik wurde in der jüngeren Vergangenheit aufgewertet, bereits in der abgelaufenen Bundesligasaison teilweise verwendet. Zur kommenden Spielzeit wird die Fahrzeugflotte Vollzeit eingesetzt. Dafür muss sie allerdings getestet werden. Das geschah am vergangenen Dienstag in Alkenrath. "Man kann das noch so oft in der Halle aufbauen, wenn es dort etwas länger dauert, ist das nicht so schlimm", erläuterte Alexander Mechthold. "Jetzt", sagte er und schaut auf seine Uhr, "sind es noch 90 Minuten bis zum Anpfiff. Und die Jungs werden langsam nervös."

Der 48-Jährige ist Manager in einem der neuen Standorte des Medienkonzerns. In München, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, Berlin und Leverkusen sind Hauptquartiere entstanden. Da dieses in Leverkusen im Stadtteil Alkenrath liegt, war der Test auf dem nur 500 Meter entfernten Sportplatz nur logisch. "Wir haben selten so unkomplizierte Partner", betonte Mechthold lobend. Auf dem Ascheplatz, an dessen Außenlinie drei Kameras platziert waren, standen sich die erste und zweite Mannschaft des Vereins gegenüber. Sascha Becker, Kapitän der "Ersten", gab mit einem Lächeln zu: "Klar ist man heute noch motivierter, man will sich ja auch nicht blamieren."

Für alle sei ein professionell aufgezeichnetes Spiel ein Höhepunkt, "so etwas hat der kleine Verein noch nicht erlebt", merkte denn auch Vereinsvorsitzender Frank Just an. Der Alkenrather Fußballklub wächst übrigens, die Mitgliederzahlen im Jugendbereich haben sich verdoppelt. Auch das Vereinsheim wird sich vergrößern und der Ascheplatz 2018 einem neuen Kunstrasen weichen.

Quelle: RP
 
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