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Leverkusen
Bezirkspolitiker stufen Bahnhofstraße als Drogen-Umschlagplatz ein

Leverkusen. Die Bahnhofstraße - ein Stück Fußgängerzone, das in Schieflage ist - darüber sind sich die Politiker der Bezirksvertretung II, zuständig für Opladen, einig. Auch darüber, dass dort mehr getan werden muss fürs Sicherheitsgefühl der Bürger. Dennoch lehnten sie am Dienstag den Antrag der FDP auf Einrichtung eines Büros für den privaten Sicherheitsdienst an der Bahnhofstraße ab. Dies hatte Friedrich Busch gefordert, weil "der Sicherheitsdienst für Bürger direkt ansprechbar sein muss." Er ist sich sicher: "Alle Maßnahmen aus dem Stadtteilentwicklungskonzept, die Cafés und anderes auf der Bahnhofstraße vorsehen, werden scheitern, wenn der Bürger die Straße meidet oder mit Angst dort hergehen muss."

Dirk Danlowski (Grüne) merkte an: "Die Straße ist ein Umschlagplatz für Drogen, auch wenn die Polizei das nicht unbedingt so sieht. Um an der Stelle effektiv zu sein, müsste die Polizei vor Ort einen 24-Stunden-Dienst einrichten." Andere Politiker winkten ab, die Straße sei zwar ein Drogen-Umschlagplatz und einer der größten Angsträume der Stadt. Aber die Polizei könne wegen ihres Personalstandes nichts machen. Oliver Faber (Opladen Plus) schlug vor, die Polizei um eine verstärkte Präsenz an den Wochenenden etwa durch das Positionieren eines Streifenwagens zu bitten. "Nach Silvester wird das in der Kölner Innenstadt auch so gemacht."

Kritik an Buschs Vorschlag kam von der CDU. Lucas Mezig monierte: "Die Sicherheit auf der Straße ist doch wohl wichtiger als irgendein Büroraum. Dort geht doch niemand hin, wenn er Angst hat." Der Rat entscheidet über den Antrag Anfang Mai.

(LH)
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