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Leverkusen
Big Band kommt richtig ins Schwitzen

Leverkusen. Die Veranstaltungsreihe "Konzert Leverkusener Musiker" (KLM) von Bayer Kultur und KulturStadtLev lockte mit dem 238. Konzert ins Erholungshaus. Die Big Band der Musikschule Leverkusen (Leitung Johannes Lemke) überzeugte dabei mit einer musikalischen Reise. Uraufgeführt wurde das 23-minütige Stück "The young Person's Guide to the Big Band", angelehnt an das gleichnamige Orchester-Stück von Benjamin Britten. Von Tobias Falke

Die 19-köpfige Big Band zeigte hier die Entwicklung des Jazz: von den Anfängen aus New Orleans - einzig mit Trompete, Posaune, Tuba und Klarinette - über den Bebop in den 30er Jahren, bis hin zur Entstehung des Swing und den Big Bands der 60er Jahre. Christopher Klassen schrieb dieses Stück. Der 1984 geborene Schlebuscher begann im Alter von sechs Jahren seine musikalische Reise - auch in der Musikschule Leverkusen.

Ihn zog es nach Amsterdam, wo der Sänger und Songwriter sein Studium an dem "Conservatorium van Amsterdam" abschloss. Zwar spielte er während des Erholungshaus-Konzerts einzig die Trompete, aber bei der Zugabe durfte sich das Publikum bei einer intensiven Version von Nat King Coles "Route 66" von seinem kräftigen, aber klaren Gesang überzeugen.

Für Johannes Lemke war es etwas außergewöhnliches, mit der Big Band der Musikschule Leverkusen ein solch langes Stück zu spielen. "Da kommt man auch mal richtig ins Schwitzen", scherzte er. 1990 übernahm er die Leitung der Big Band und stellte in den bisherigen 25 Jahren fest, dass gemeinsames Musizieren Barrieren überwindet: "Ich merke, dass Opladener mittlerweile auch mit Wiesdorfern oder Schlebuschern reden. Deshalb bin ich mir sicher, dass wir die Musik auch nutzen können, um die Integration der Flüchtlinge zu verbessern." Mit gekonnten Soli von Alexander Lemke an der Posaune oder Matthias Schauen am Saxophon war das Konzert der Big Band ein voller Erfolg. Einzig der Saal des Erholungshauses war leider nur zu einem Viertel gefüllt - da hätte die Big Band sicherlich mehr Publikum verdient gehabt. Dies könnte hauptsächlich an der frühen Uhrzeit gelegen haben. Bereits vormittags startete das Konzert. Selbst Lemke war der Meinung, dass die Band nicht gewohnt sei, so früh aufzustehen. Deshalb gab es zum Start das Stück "Computer" von Bob Mintzer, das durch seine jazzigen und fetzigen Klänge sowohl die Besucher als auch die Band "wach werden" ließ, wie Lemke verriet.

Die nächste Veranstaltung der "Konzert Leverkusener Musiker"-Reihe findet am Sonntag, 5. Juni, statt. Andrej Jedig wird dann mit seinem Akkordeon unter dem Motto "Von Moskau bis Buenos Aires" Werke von Bach, Piazolla oder Rossini spielen.

Weitere Infos gibt es im Internet unter: www.kultur.bayer.de.

Quelle: RP
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