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Leverkusen
Blitzanlage auf A1-Brücke bleibt trotz Lkw-Sperre

Leverkusen. Künftig gilt vor der neuen Lkw-Sperre an der A1-Brücke Tempo 40. Dahinter dürfen Autofahrer wieder beschleunigen. Sie müssen aber weiterhin aufpassen, nicht zu schnell zu fahren. Von Susanne Genath

Wenn die neuen Lkw-Sperren vor der maroden Rheinbrücke der Autobahn 1 in Betrieb gehen, nehmen gleichzeitig zusätzliche Starenkästen ihre Arbeit auf. Sie werden nach Auskunft des Landesbetriebs Straßenbau (Straßen NRW) vor und im Bereich der Schranken aufgestellt, um das künftig dort geltende Tempo 40 durchzusetzen. Grund genug, um die bisherigen Radarfallen auf der Rheinbrücke, von denen eine der Stadt Leverkusen gehört, abzuschalten? Auch, um dann möglicherweise unnötige Wartungskosten zu sparen (die Anlagen werden einmal die Woche von der Herstellerfirma überprüft)?

Tempokontrolle soll Brücke schonen

Keineswegs, sagt Stadtsprecherin Heike Fritsch. Schließlich gelte auf der Brücke eine Höchstgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern, die zum Erhalt der Brücke dringend einzuhalten sei. "Dies war ja ursprünglich der Grund für den Aufbau der Anlagen." Daher blieben die Blitzer weiter in Betrieb. Die Gewichtmessanlage - Fahrzeugen mit mehr als 3,5 Tonnen ist die Überfahrt auf der Brücke verboten - werde nur wieder auf Geschwindigkeit umgestellt.

Die fiskalischen Auswirkungen bleiben abzuwarten. Noch habe der Kämmerer keine konkreten Einnahmen aus der Anlage im Haushalt des nächsten Jahres eingeplant. "Frühestens nach einer kurzen Phase des Betriebes der Schranke liegen ausreichend Daten vor, die eine verlässliche Prognose zum Jahresende zulassen", sagt Fritsch.

Am Wochenende beginnen Tiefbauarbeiten an neuer Sperre

Insgesamt werden bis Anfang Oktober vier Lastwagen-Sperren beiderseits der Rheinbrücke aufgebaut. Jeweils vor der letzten Ausfahrt werden auf einer Länge von etwa 200 Metern Schleusen errichtet. Auf den durchgehenden Spuren werden Fahrzeuge bis 2,30 Meter Breite und 3,5 Tonnen Gewicht zugelassen. Auf Höhe der Kontrollstelle bleibt der rechte Fahrstreifen in Regelbreite (3,75 Meter) erhalten. Auf diesem Fahrstreifen kann das zu schwere Fahrzeug die Autobahn verlassen. Die Anlage agiert vollautomatisch, wird jedoch von Verwaltungshelfern, die in Sichtweite in einem nahegelegenen Container sitzen, ständig überwacht.

Die Tiefbauarbeiten für die Sperren auf Leverkusener Seite sollen voraussichtlich am Wochenende beginnen. Wann genau, steht nach Auskunft von Straßen NRW noch nicht fest.

Quelle: RP
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