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Leverkusen
Blühende Landschaften für Opladen-Mitte

Leverkusen: Blühende Landschaften für Opladen-Mitte
So soll es am heutigen Busbahnhof Opladen nach dem Umbau aussehen: Der Zentrale Busbahnhof (ZOB) ist nach Wegfall der Güterzugstrecke bis an den Bahnhof verschoben worden. Die Bahnhofstraße ist über die heutige Freiherr-vom-Stein-Straße bis zum Bahnhof verlängert und komplett als Fußgängerzone gestaltet. Im Bereich des heutigen Busbahnhofes entstehen Wohn- und Geschäftshäuser. Das alles bringt viele Veränderungen - auch für das alte Opladen - mit sich, die es zu gestalten gilt. FOTO: Illustration Bahnstadt/RP
Leverkusen. Architektenbüros, Bürger, Geschäftsleute und Hauseigner sollen an der Attraktivierung von Opladen mitarbeiten. Der Auftakt war gestern. Von Ulrich Schütz

Vertreter von Architektenteams und städtische Planer besichtigten gestern Opladen. Zumindest in der Bahnhofstraße muss den Experten manchmal das Grausen gekommen sein. Leere Läden, deren Fenster mit Papier zugeklebt sind, fast Angst einflößende dunkle Spiellokale, teils dreckige Fassaden mit dem Charme eines abgewrackten Bahnhofs, schmuddelige Abfalleimer, die einen eigenen Leverkusener Standard markieren. In ein paar Jahren soll hier ein Kontrastprogramm zu sehen sein, "blühende Landschaften" sozusagen. Die Bahnhofstraße wird dann möglicherweise von einem murmelnden Wasserlauf durchzogen. Es wird Spielflächen für Kinder geben, Plätze mit anziehender Aufenthaltsqualität, Grünzonen - einfach vieles, für das es sich alleine schon lohnt, nach Opladen zu fahren.

"Die Innenstadt der Zukunft wird ein Ort des Einkaufens und der Freizeit sein", formulierte gestern Prof. Franz Pesch auf der Bürger-Werkstatt mit dem bürokratisch sperrigen Titel "Der Planungsraum und die Ziele der Stadtentwicklungswerkstatt Opladen für die Fußgängerzone". Die Stadt beschreibt dies so: Mit vielfältigen Maßnahmen solle der größte Stadtteil Leverkusens, Opladen, gestärkt werden. Eine Million Euro steht zur Verfügung für die Fußgängerzonenbereiche und Randareale des Marktplatzes Opladen.

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Vier Architektenbüros sollen dafür Vorschläge einreichen. Eine Bedingung: Für die komplette Erneuerung des Bodenbelages reicht das Geld nicht, zudem seien die Steine noch gut in Schuss. Eine weitere Anforderung an die Planer: Die Bahnhofstraße solle eine attraktive Verbindung zwischen den neu geplanten Quartieren rund um den Bahnhof Opladen und Alt-Opladen werden. Wichtiger Aspekt: das ebenfalls geplante Geschäftszentrum zwischen Bahnhof und heutiger Fußgängerzone Bahnhofstraße. Rund 80 Bürger hatten den Weg in den wenig attraktiven Sitzungssaal im Verwaltungszentrum Goetheplatz gefunden. Und was stellen sich die Bürger vor? Einige Beispiele:

- mehr Grün, etwa Palmen, Obstbäume, Blumenkübel, denn Opladen sei botanisch gesehen sehr langweilig

- Fahrradfahren in der Fußgängerzone erlauben, Fahrradfahren doch verbieten, weil alles zu eng ist

- besseren Branchenmix bei den Geschäften - nicht nur Friseure, Bäckereien, Optiker und Billigläden

- Fußgängerzone als Einbahnstraße zur Belebung von Opladen-Mitte öffnen

- viel fließendes Wasser und Sitzgelegenheiten drumherum

- Verbot der Öffnungszeiten bis um fünf Uhr, da es noch die Anwohner Bahnhofstraße Ruhe wollten

- Bebauung des Flachbunkers Bahnhofstraße

- mehr Polizeipräsenz

- mehr Parkplätze

- mehr zusammenhängende Außengastronomie. Einiges sei gut, manches verbesserungswürdig in Opladen, finden die Planer. Sie legen bis 18. Mai ihre Ideen vor, am 6. Juni entscheidet eine Jury, welche Firma den Zuschlag bekommt.

Die Ergebnisse werden schon am 21. Mai bei einem Fest in der Bahnhofstraße gezeigt. Alles dient dazu, den "rasanten Verfall" der Bahnhofstraße ins Gegenteil zu verwandeln.

Quelle: RP
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