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Leverkusen
Bohrexpertin will Zufälle ausschließen

Leverkusen: Bohrexpertin will Zufälle ausschließen
Die Schutzvorkehrung beim Bohren in der Deponie sind hoch. FOTO: UM (Archiv)
Leverkusen. Dr. Ingrid Obernosterer ist Geschäftsführerin des Geotechnischen Büros "Prof. Düllmann GmbH". Ihr Tätigkeitsschwerpunkt: Altlasten-Untersuchung, Bewertungskonzepte und Sanierungsplanung. Sie ist die Expertin für die geplanten Bohrungen in der Deponie Dhünnaue. Und sie sagte gestern beim Besuch unserer Redaktion: "Wir sind bestens auf die Arbeiten dort vorbereitet - böse Überraschungen ungeahnten Ausmaßes wird es nicht geben." Rund 88.000 Kubikmeter Material aus der einstigen Bayer-Deponie müssen besonders entsorgt werden, wenn die neuen Bauwerke des Autobahnkreuzes Leverkusen-West teils dort gegründet werden. Damit alles reibungslos läuft, haben Ingrid Obernosterer und ihre Mitstreiter jede Menge Vorkehrungen getroffen:

- Es werden asphaltierte Arbeitsstraßen angelegt, die täglich nass gereinigt werden. Für die Baufahrzeuge sind eigene Waschanlagen bei jeder Ausfahrt vorgesehen.

- Da keinerlei Gase entweichen dürfen, werden Großzelte oder Leichtbauhallen mit separaten Entlüftungssystemen über den jeweiligen Bohrstellen installiert.

- Ein feuchter Sprühnebel soll garantieren, dass sich keine chemischen Abfälle verflüchtigen. Er darf allerdings nicht so feucht sein, dass Stoffe plötzlich zu fließen anfangen.

- "Geruchsgutachter" sollen verhindern, dass die Nachbarschaft Gerüche wahrnimmt - gleichgültig, wie harmlos sie auch sein mögen.

"Wir werden", sagt Obernosterer, "nichts dem Zufall überlassen".

(pec)
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