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Leverkusen
Boule macht 50 Kinder beim Ferienprogramm glücklich

Leverkusen. Jeder kann Boule spielen. "Das ist ja das schöne daran", schwärmt Friedbert Saffrin (66), der sofort eine Anekdote über die Entstehung des Spiels parat hat: "Früher spielte man mit Anlauf. Doch einer der Spieler konnte das wohl körperlich nicht mehr, also durfte er aus dem Stand werfen. Heute gibt es sogar eigene Regelungen für Rollstuhlfahrer auf internationaler Ebene", sagt Saffrin. Von Jim Decker

Von der Einfachheit des Boule wollten sich jetzt rund 50 Kinder zwischen sieben und 14 Jahren beim Ferienprogramm des Stadtsportverbandes überzeugen. Einen Nachmittag lang nahmen sie an einem Workshop des Fördervereins "alter Wasserturm" Witzhelden teil.

"Wir hoffen natürlich, langfristig ein paar Kinder so anzusprechen, dass sie vielleich Interesse am Sport entwickeln", sagt Saffrin: "Wir wollen eben an uns und den Sport erinnern, und natürlich die Ferienaktivitäten unterstützen."

Franz Bohne indes erklärt die ungewöhnliche Kombination aus Wasserturm und Boule: "Nachdem der völlig heruntergekommene Wasserturm renoviert wurde, übergab man ihn in die Hände des Fördervereins", erinnert er sich. Bohne reiste damals viel nach Frankreich - und baute zum Zeitvertreib ein Boule-Spielfeld. Das Spiel kam gut an. Im Schatten den Wasserturms versuchen zur Zeit 25 Aktive so viele Kugeln wie möglich am "Schweinchen" zu platzieren. "Die Boule-Spieler sind aber weiter Teil des Fördervereins", stellt Bohne klar. Dennoch fahren die Boule-Begeisterten mittlerweile zu Turnieren bis nach Aachen. Jeden Donnerstag um 18.30 Uhr treffen sie sich am Turm. Er dient als ihnen Zentrale.

Den 50 Kindern und Jugendlichen ist das egal. Die konzentrieren sich ganz auf die richtige Wurftechnik. Immer wieder fliegen die Kugeln über den Platz. "Wir haben hier vier Stände aufgebaut, an denen sie später etwas an ihrer Genauigkeit arbeiten können um ein Gefühl für die Kugeln zu bekommen",sagt Friedbert Saffrin. Die sind immerhin rund 700 Gramm schwer.

Bei Marit (10), Mira (12) und Emma (13) kommt das Boule-Spiel gut an. "Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht", lobt Marit. Ihr gefällt besonders der Team-Aspekt - schließlich werde meist in Zweier- oder Dreierteams gespielt. Die Aufwärmübungen haben es Mira angetan, und Emma gefällt es, dass sich die älteren Herrschaften geduldig Zeit nehmen, alles zu erklären. "Natürlich macht aber das Spielen am meisten Spaß", schwärmt Marit.

Quelle: RP
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