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Leverkusen
Brücke zu Recycling Bender und den ESV-Anlagen nimmt Formen an

Leverkusen. Samstag wurde es sichtbar: Der Brückenbau an der Robert-Blum-Straße (nahe VW-Zentrum) macht Fortschritte. Die Bauarbeiter legten Stahlträger über die gesperrte Güterzugstrecke und bereiteten die weitere Brückenerstellung vor. Der Übergang wird als Zufahrtsstrecke zum Recyclingbetrieb Bender und zu den Sportanlagen des ESV benötigt.

Für den Neubau wurde die alte und völlig intakte Brücke abgerissen. Warum? Die bisherige Brücke ist 1909 gebaut worden. Mit 107 hatte sie ein stolzes Alter erreicht. Dennoch bescheinigten ihr die Experten "uneingeschränkte Tragfähigkeit", heißt es in einem städtischen Papier. "Mittelfristig" stand aber ein Neubau an, da die Widerlager (Punkte, wo die Brücke aufliegt) den Experten problematisch erschienen. Ob die Brücke weitere 75 Jahre halten würde, wie es die neue Brücke ermöglichen soll, war fraglich.

Zudem: Die Bahn hätte die Gütergleise jetzt auf einer Strecke von 600 Metern einen halben Meter tiefer legen müssen, um die Güterzugstrecke den heutigen Standards anzupassen. Das hätte rund 100 000 Euro an Kosten verursacht, teilte die Stadt voriges Jahr mit. Weiteres Problem: Unter den Gleisen führt eine Ferngas-Hochdruckleitung von Open Grid durch. Für die Gleisabsenkung hätte auch diese Pipeline verlegt werden müssen, was Kosten in Höhe von 300.000 Euro verursacht hätte. Diese Kosten lösten die Überlegung aus, ob es nicht wirtschaftlicher wäre, gleich eine neue Brücke zu bauen und die 400.000 Euro "nachhaltig" für den Neubau zu verwenden. Zudem können jetzt die ohnehin nötigen Sperrpausen für die Güterzugstrecke und die Baustelleneinrichtung mitgenutzt werden. Die neue Brücke kostet rund 1,8 Millionen Euro.

(US)
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