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Leverkusen
Bündnispartner zur Rettung des Museums gesucht

Leverkusen. Die "Optimierungs" - Vorschläge der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zur Einsparung von gut einer Million Euro im Kulturetat dürfe die Stadt nicht ignorieren, sagt Kämmerer Frank Stein. Aber die Verwaltung werde nun nicht geschlossen in Klausur gehen und Ideen auf einen Zettel schreiben. "Wir werden das im Dialog mit der Politik machen." Wenn die im nächsten Schritt auch die Bürgerschaft einbeziehen wolle, sei das natürlich völlig in Ordnung.

"Wir wollen das Museum retten!" Klare Worte fand die Vorsitzende des Betriebsausschusses KulturStadtLev, Roswitha Arnold, gestern. Die Ergebnisse der KPMG-Untersuchung hatten sie in der Sondersitzung am Montag eiskalt erwischt. "Mit mir nicht!" wehrt sie sich gegen die Idee, Kunstwerke aus städtischem Besitz zu verkaufen. Diese Möglichkeit hatte auch schon Dezernent Marc Adomat ausgeschlossen mit dem Verweis auf die Erfahrungen anderer Städte wie Krefeld. Roswitha Arnold erinnert daran, was die städtische Kultur in der Vergangenheit bereits zur Kostenreduzierung aufgegeben hat. Gestrichen wurden unter anderem Schauspielring im Forum und Kunst-Ankaufsetat, um 40 Prozent reduziert der Ausstellungsetat des Museums.

Für gestern Abend hatte sich ihre Fraktion Bündnis 90/Die Grünen verabredet, um die weitere Vorgehensweise zu beraten. Mit dem Ergebnis wolle man dann anschließend um Bündnispartner werben und jedenfalls auf die CDU und Opladen plus zugehen.

(mkl)
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