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Postskiptum Diese Woche In Unserer Stadt
Bürger-Baustellenmanagement

Leverkusen. Ob Deponie-Öffnung zwecks A1-Brückenbau, Feinstaubbelastung, Umbau Hitdorfer Straße, Autobahn-Raststätten-Veto oder Durchfahr-Tunnel A 3: Was die Stadt in dieser Woche beschäftigt, ist das, was die Stadt in Teilen seit Jahren und Jahrzehnten beschäftigt - und in den nächsten Jahren und Jahrzehnten beschäftigen wird: der Verkehr in und um Leverkusen.

Was auch auffällt: So viele Probleme wie die Stadt mit dem Thema Verkehr hat, so viele Interessensgemeinschaften, Bürgerinitiativen und Aktionsbündnisse gibt es auch. Das ist allgemein betrachtet ziemlich gut. Denn es zeigt: Den Bürgern ist das, was in und mit ihrer Stadt passiert, keineswegs egal. Das Interesse daran, das politische Geschehen zu beeinflussen, sich einzumischen, sich einzusetzen für sich, aber auch für eine lebenswerte(re) Stadt, ist da. Gut.

An dieser Stelle könnte man einen Punkt machen und Schluss. Muss man aber nicht. Denn die Vielzahl an Initiativen und Aktionstreibern hat auch einen Nachteil: Jeder arbeitet für sich, für seine Interessen, ist ein Zahnrädchen, aber kein Getriebe. Eine Vision, über die es sich vielleicht einmal nachzudenken lohnt, ist diese: Gemeinsamkeiten zu bündeln, um Stärke nach außen zu demonstrieren, um mit mehr Nachdruck agieren zu können. Wäre es da nicht schön, eine Art Koordinationsstelle zu haben, die im Überblick behält, welche Aktivitäten von welchen Initiativen ähnlich laufen oder wer Kontakte zu wem hat, die auch andere nutzen könnten, wo es Synergien gibt? So eine Art ehrenamtliches Baustellenmanagement - wie es neben der Bezirksregierung Köln auch die Stadt Leverkusen einrichten wird - nur eben für Verkehrsthemen und Bürgerinitiativen. Zu viele Initiativen, zu unterschiedliche Themen? Mag sein, aber träumen wird man noch dürfen in einer Stadt, die von der Verkehrsrealität derzeit überrollt wird.

Quelle: RP
 
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