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Leverkusen
Bunt gemischte Töne beim "Farbenlandfest"

Leverkusen. Lebhaft und bunt. So feierte der Stadtteil Rheindorf-Süd am Sonntag das vierte "Farbenlandfest" auf dem Königsberger Platz. Kinder aller Hautfarben übten sich im Spiel mit Gleichaltrigen. Entweder bei Bastelangeboten der beiden Kirchengemeinden, im Spielmobil des Kinderschutzbundes oder beim Kistenklettern. Bald nachdem die Sambagruppe der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule mit lauten Klängen eröffnet hatte, wurde es allerdings wieder leiser. "Dies ist das erste öffentliche Konzert der Musikklasse", kündigte Gesamtschullehrer Bernhard Marx die Beiträge der Gruppe "Living Hope" in den gelben T-Shirts an. Eine Breakdance- und die griechische Folkloregruppe ergänzten die Unterhaltungsangebote. Den Abschluss des Bühnenprogramms übernahm der Sänger Franky Leone. Von Gabi Knops-Feiler

Am Mittag hatte Markus Märtens, Dezernent für Bürger, Umwelt und Soziales, das Fest eröffnet. "Der Name ,Farbenland' steht für die Vielfältigkeit des Stadtteils. Unterschiedliche Kulturen leben hier seit Jahren friedlich zusammen", betonte Märtens.

Damit das so bleibt, engagieren sich zahlreiche Organisationen in dem Viertel, in dem das frühere Zusammenleben nicht ganz unproblematisch war. Stabilisierung und Aufwertung für den städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligten Ort brachte das Projekt "Soziale Stadt Rheindorf". Der daraus entstandene Förderverein - zugleich Veranstalter des Farbenlandfestes - kümmert sich um ein besseres Miteinander von Bewohnern, Gruppierungen, Einrichtungen und Vereinen sowie Integration von Kulturen und Nationen.

Ziele werden gemeinsam mit den Schulen und sozialen Einrichtungen des Stadtteils umgesetzt. Seit 2015 knüpft das mit Bundesmitteln und Mitteln der Europäischen Union geförderte Projekt "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier" (Biwaq) daran an. Unter dem Motto "Rheindorf erleben" hat sich die Stadtverwaltung mit dem Jobservice und der Suchthilfe zusammengetan. Sie kümmern sich unter anderem um Verbesserung der Deutschkenntnisse von Migranten, Bewerbungsunterlagen von Arbeitslosen oder Verschönerungen durch den Quartiershausmeister.

Im Rahmen von Biwaq erstellte Özan Golestani, Mitarbeiterin der Hochschule Niederrhein, beim Fest erste Fotos. Die Portraits von Bürgern sollen den Bauzaun schmücken, wenn die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) - voraussichtlich im Herbst - Wohnungen und Läden östlich der Insterstraße vom Königsberger Platz bis zur Elbestraße baut. So soll das Viertel unter dem Leitgedanken "Menschen in die Stadt" aufgewertet werden.

Quelle: RP
 
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