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Leverkusen
Busbahnhof-Baustelle startet 2017

Leverkusen: Busbahnhof-Baustelle startet 2017
Die heutige Gleisstrecke wird in Wiesdorf acht Meter breiter, um das zusätzliche RRX-Gleis verlegen zu können. Der Busbahnhof wird komplett umgebaut, auch die Straßenanbindung wird geändert. An der Zufahrt zum Busbahnhof wird die Ampel durch einen Kreisverkehr ersetzt. FOTO: Stadt
Leverkusen. Die Stadt Leverkusen veröffentlicht die Sieger des "Dach-Wettbewerbs" für den neuen Busbahnhof in Wiesdorf. Von Ulrich Schütz

Bevor der Schnellzug "RRX" Leverkusen mit der regionalen Welt verbindet, wird es rund um den Busbahnhof Wiesdorf sehr langsam zugehen: Ab 2017 wird das Gelände für den allgemeinen Fahrzeugverkehr gesperrt, Baggerführer und Betonierer haben dann das Sagen. Ende 2018 soll der geschrumpfte, aber auf modernen Standard gepimpte Busbahnhof für Linien- und Fernbusse wieder in Betrieb gehen.

Rund fünf Millionen Euro werden dann verbaut sein. 90 Prozent der Kosten fließen über Zuschüsse, da die Bahn den Umbau veranlasst: Für den RRX-Halt muss ein zusätzliches Gleis verlegt werden, was die heutige Bahnstrecke in Richtung Busbahnhof um acht Meter verbreitert. Eine unübersehbare Aktion wird auch sein: Die kleine Bahnhofsstation wird ersatzlos abgerissen. Die Großstadt Leverkusen steht dann übrigens komplett ohne ein Bahnhofsgebäude da.

Der Siegerentwurf für das geplante Dach: Der Regenschutz soll durch eine Textilbespannung erreicht werden. Entwurf: Pahl + Weber-Pahl, Darmstadt. Ob das Loch im Dach über der grünen Insel realisiert wird, ist noch offen. Links ist noch die Idee eines Gebäudes zu sehen. Dahinter ragt die Rathaus-Galerie empor. Ob das Dach überhaupt gebaut wird, ist offen. Bisher plant die Stadt allein dafür 1,8 Millionen Euro ein. FOTO: stv-61-cremer

Dafür soll der Busbahnhof Wiesdorf ein Schmuckstück werden. Die streifenförmigen Haltestellen verschwinden. Als zentrale Anlaufstelle ist eine Mittelinsel geplant. Rings herum werden zehn Haltestellen in "Sägezahn-Version" angeordnet. Außen ist grundsätzlich Platz für weitere zwölf Haltstellen. Auch die Zufahrt von der Rathenaustraße zum Busbahnhof wird grundlegend verändert: Die beampelte Einmündung wird durch einen Kreisverkehr ersetzt.

Als optischer Magnet ist ein textilbespanntes Dach über dem Mittel-Bahnsteig geplant. Aus einem Gestaltungswettbewerb, der gestern im Bauausschuss diskutiert wurde, ging die Arbeitsgemeinschaft "Pahl+Weber-Pahl Planungsgesellschaft (Darmstadt), Katja König Landschaftsarchitekten (bdla, Darmstadt) und osd GmbH & Co. KG (Frankfurt am Main)" hervor. Begründung der Jury: "Der Entwurfsverfasser schlägt einen klaren, mit Gebäude begrenzten Stadtraum vor, der für den Busbahnhof eine klare Fassung definiert. Bis auf den Aufenthaltsraum für die Busfahrer sind alle sonstigen Funktionen (Wartebereiche, Rand-Haltestellen, Fahrradabstellplätze, WCs) in diese Gebäude integriert." Und: "Der Einbezug von Wartebereichen in das projektierte Bürogebäude am Westrand entspricht allerdings nicht der Auslobung, ist jedoch aus stadtplanerischer Sicht durchaus sinnvoll. Das Gebäude auf der Ostseite zwischen Bahntrasse und Bushalt ist aus städtebaulicher Sicht ein sehr interessanter Vorschlag. Der in der nordöstlichen Ecke angeordnete WC-Trakt ist hinsichtlich seiner Lage unglücklich und gilt zu überprüfen. Das Dach als zentrales Entwurfselement besticht durch Leichtigkeit und durch konsequenten formalen Ansatz, der Dach und Möblierung des Wartebereichs als Einheit miteinander verbindet."

Von Architekt Axel Hummert und Team, Düsseldorf, stammt dieser Dachentwurf. Er landete auf Platz 2. FOTO: stv-61-cremer

Während der Umbauphase halten alle Linienbusse nur hier: Forum, Luminaden und Rathenaustraße.

Quelle: RP
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