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Leverkusen
Busbahnhof-Regenschutz kostet 1,9 Mio Euro

Leverkusen. Die Chancen stehen gut, dass der zentrale Busbahnhof Wiesdorf bald nach dessen Umbau ein neues Dach erhält. Die Erweiterung ist nötig, weil der Rhein-Ruhr-Express (RRX) künftig durch Leverkusen rauscht. In ihrer Sondersitzung am Donnerstag haben Bauausschuss und Bezirk I nun dem Siegerentwurf der Arbeitsgemeinschaft Pahl und Weber aus Darmstadt zugestimmt. Die Prüfungskommission stufte die Umsetzbarkeit als "realisierbar" ein. Leichte Veränderungen sind im Planungsprozess dennoch möglich. Aktuelle Kostenschätzung: Für Dach inklusive Sitzbänke müssen 1,65 Mio Euro netto oder 1,9 Mio brutto aufgewendet werden. Von Gabi Knops-Feiler

Im Vorfeld des Wettbewerbs hatten zehn Büros ihre Konzepte eingereicht, drei kamen in die Endrunde. Mit dem gewählten Preisträger habe man ein renommiertes, bundesweit tätiges Büro gefunden und jemand, der in der Lage sei, Verkehrsbauten entsprechend zu realisieren, bewertete Wettbewerbs-Manager Professor Hartmut Welter die Entscheidung des Preisgerichtes. Auch unter städtebaulichen Aspekten handele es sich um einen Entwurf, der "sehr angemessen, aber auch innovativ" sei, ergänzte Welter, "dafür steht Leverkusen". Das Dach ist ellipsenförmig, leicht nach innen geneigt und ragt weit über die Mittelinsel hinaus. Das Material besteht aus einer Mischung von PVC und Glasfaser verstärktem Kunststoff, ist gut reinigungsfähig, schwer entflammbar und wird bereits in ganz Europa eingesetzt. Die beiden vorgesehenen Öffnungen im Dach seien "nicht zwingend mit dem Konzept verbunden", unterstrich Welter, "kein Plan wird 1 zu 1 umgesetzt." Das gestalterische Prinzip funktioniere auch ohne Löcher, die noch dazu statisch aufwendiger seien und dazu führten, dass sich Regen auf der Mittelinsel sammelte. Weitere Details wie Anlage einer Grünfläche sowie Vor- und Nachteile werde man mit dem Architekten besprechen und könnte "im Auftragsfall ein nächster Schritt im Herbst sein". Auch angesichts dessen, dass Pflege und Unterhaltung bei großem Andrang - wie etwa Fußballspielen - hohe Kosten erzeugen könnten. Mit dem Vorschlag, entlang der Bahn eine schützende, begrünte Gabionenreihe mit vorgelagertem Fernradweg und offenem Zugang zu den Fahrradstellplätzen mit integrierter Wartezone zu errichten, haben Pahl und Weber zugleich einen städtebaulichen Aspekt berücksichtigt.

Diskutiert wurde nach der Erläuterung nicht. Weil aber die Vertreter der CDU die Sitzung des Preisgerichtes "geschwänzt" hatten, wie ein Mitglied der Bürgerliste meinte, stellten sie auch die meisten Fragen. Darunter nach Dingen aus dem Rahmenplan wie Zebrastreifen, Zufahrt für Taxen oder Standort von öffentlichen WC-Anlagen.

Quelle: RP
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