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Leverkusen
Busbahnhof soll Forum "deutlich aufwerten"

Leverkusen. Eine neu zu bauende Querspange im geplanten Dienstleistungszentrum zwischen Heinrich-v.-Stephan-Straße und Europaring soll künftig Verkehrsprobleme lösen. Doch rund um den Busbahnhof passiert noch einiges mehr. Von Peter Clement

Ein Bahnhofsvorplatz ohne Autoverkehr - davon träumen die Planer des neuen Busbahnhofs im Zentrum der Stadt: Durch die Abbindung der Heinrich-von-Stephan-Straße in Höhe des WGL-Gebäudes für den Individualverkehr wäre es möglich. Hierdurch soll die Leistungsfähigkeit, aber vor allem auch die Verkehrssicherheit des neuen zentralen Omnibus-Bahnhofs und des gesamten Bahnhofsvorbereiches mit seiner starken Frequentierung für Fußgänger und Radfahrer erhöht werden.

Dies geht aus einer städtischen Beschlussvorlage hervor, die am Montag, 13. Juni, sowohl im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Planen als auch in der Bezirksvertretung für den Stadtbezirk I beraten wird.

Unter der Überschrift "Rahmenkonzeption für den östlich des Europaringes liegenden Teil der Innenstadt" finden sich dort Ideen für ein Gebiet, das die Flächen zwischen den Bahngleisen Köln-Düsseldorf im Osten, dem Europaring im Westen, der Dhünn im Norden sowie der Manforter Straße im Süden umfasst.

Ausgearbeitet hat sie das Planungsbüro Heinz Jahnen Pflüger, eine Stadtplaner- und Architekten- Partnerschaft aus Aachen - "in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Vertretern der Deutschen Bahn und der Wupsi", wie die Stadt betont.

Die Rahmenplanung beinhaltet auch eine Planungsstudie zum neuen Bahnhofsgebäude. Neben den klassischen Bahnhofsnutzungen im Erdgeschoss sieht sie vier weitere Obergeschosse mit Dienstleistungs- oder Büronutzungen vor. Der bisher geplante Gebäuderiegel am heutigen Standort Kiosk mit DB-Schalter könnte in Richtung Rathenaustraße verlängert werden und somit DB-Dienstleistungen oder ein Wupsi-Kundencenter (ähnlich des Opladeners ) - gegebenenfalls mit Aufenthaltsbereich für Fahrgäste und Sozialräumen für Wupsi-Fahrer - im Erdgeschoss beherbergen. Zudem wäre ein Verwaltungsstandort in den oberen Etagen denkbar.

Weiterer Punkt: Der Platz zwischen Forum und Rathenaustraße soll mit dem Ziel einer deutlichen städtebaulichen Aufwertung umgestaltet werden. Das Forum mit seinem derzeit eher unscheinbaren "Seiteneingang" könnte durch die Ausgestaltung eines repräsentativen Vorplatzes eine deutliche Aufwertung erfahren, versprechen die Planer - eine, die auch das Restaurant umfasst. Durch eine fußläufige Öffnung der unter dem Forum gelegenen Tiefgarage zum neu geschaffenen Forumplatz soll diese auch für Bahnhofsbesucher nutzbar gemacht werden.

Bislang erkennbare Probleme in der Verkehrsabwicklung sollen unter anderem durch eine neu zu bauende Querspange im geplanten Dienstleistungszentrum zwischen Heinrich-v.-Stephan-Straße und Europaring gelöst werden. Der Stadtrat entscheidet am 27. Juni.

Quelle: RP
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