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Leverkusen/Köln
Business Day abgesagt: Nur acht von 330 Firmen wollten teilnehmen

Leverkusen/Köln. Von 330 angeschriebenen Wirtschaftsbetrieben in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen hätten sich nur acht Interessenten gemeldet, die sich am ersten Business Day in Leverkusen am 29. Oktober beteiligen wollten: "Wir mussten die Veranstaltung absagen, und das ist sehr, sehr schade", sagte Emitis Pohl von der Kölner Werbeagentur ep communication gestern auf Nachfrage unserer Redaktion. Die verbliebenen acht Firmen werden sich laut Pohl nun beim Kölner Business Day präsentieren. Von Gundhild Tillmanns

Enttäuscht ist auch Dr. Frank Obermaier, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Leverkusen (WFL): "Wir hätten im Forum 44 Ausstellungsplätze zur Verfügung gehabt", sagt er. Dabei wäre der Business Day eine gute Gelegenheit gewesen, dass sich die Wirtschaftsbetriebe in der Region auch über Leverkusen hinaus bis Rhein-Wupper und Bergisch Gladbach enger vernetzt hätten, meint Obermaier.

Vielleicht werde ein neuer Anlauf zu einem Leverkusener Business Day noch einmal in eigener Regie gemacht, sagte Obermaier. Dann gelte es aber zu klären, ob überhaupt der Bedarf dazu vor Ort bestehe. Ausgeschrieben war die Veranstaltung übrigens noch unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, der aber nach seiner "Nichtwahl" am 29. Oktober nicht mehr im Amt sein wird. Mit dem Amtswechsel im Rathaus habe die Absage des Business Days aber überhaupt nichts zu tun, versichert der WFL-Geschäftsführer.

Ausgesprochen enttäuscht ist auch Peter Wilhelmi von der Absage. Der Sprecher der neuen Leverkusener Wirtschaftssenioren, die im April gegründet worden sind, wollte das neue Angebot dieser Gruppierung ehemaliger Spitzenmanager gerne beim Business Day in Leverkusen bekannt machen. Da sich diese Wirtschaftssenioren aber auf Leverkusen konzentrieren, bringt es für sie auch nicht viel, in Köln mit dabei zu sein. Verwundert zeigte sich Wilhelmi allerdings, dass der Business Day seiner Vereinigung gegenüber ohne Angabe von Gründen abgesagt worden sei.

Die so ausgesprochen geringe Zahl von Anmeldungen verwundert auch die Kölner Agenturchefin nach eigenen Angaben. Schließlich hatte Emitis Pohl im Vorfeld noch großes Potenzial in Leverkusen gesehen und gesagt: "Wir sind uns sicher, dass die Resonanz der hier ansässigen Unternehmen ebenso positiv ausfallen wird wie in Köln!" Das sei ein Irrtum gewesen, gab sie gestern zu.

Quelle: RP
 
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