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Leverkusen
CDU-Parteitag ganz im Zeichen der Landtagswahl

Leverkusen. Ein Kreisparteitag ohne Querelen, alles blickt auf den Kandidaten Rüdiger Scholz. Der nimmt sich Verkehrsthemen vor. Von Siegfried Grass

Selbstredend ist ein Kreisparteitag neun Tage vor der Landtagswahl Anlass für die Aufforderung, den eigenen Kandidaten im Schlussspurt noch einmal tatkräftig zu unterstützen. Der Anwärter der Leverkusener CDU selbst, Rüdiger Scholz, nutzte die Gelegenheit, seine Positionen noch einmal deutlich zu machen - gewissermaßen Argumentationshilfe für die Mitstreiter auf der Straße zu liefern. Denn an jedem Tag in dieser Woche will sich die CDU mit Infoständen in Leverkusen präsentieren. So gab es auf dem ersten Kreisparteitag der Leverkusen Christdemokraten in diesem Jahr, abgehalten in der Bergisch Neukirchener Stadthalle nichts zu monieren oder viel zu diskutieren. Selbst die kürzlich beendete Zusammenarbeit im Leverkusener Stadtrat mit der Wählergemeinschaft Opladen Plus war kein Aufreger-Thema mehr. Kreisvorsitzender Frank Schönberger konnte die Versammlung der 68 gekommenen Wahlberechtigten (von 815 Mitgliedern) nach zwei Stunden schließen.

In ihren Reden gaben Thomas Eimermacher, Vorsitzender der CDU Fraktion im Leverkusener Stadtrat, und Helmut Nowak, Leverkusens CDU-Mann im Bundestag, einen kurzen Überblick über die Lokal- und Bundespolitik. So blieb Rüdiger Scholz mehr Zeit, seine Ambitionen zu beschreiben, mit denen er in den nordrhein-westfälischen Landtag ziehen will. Das mit mittlerweile bekannten Standpunkten zu den Themen Bildung, Sicherheit, Wirtschaft und Verkehrsinfrastruktur. Beim Thema Verkehr haben sich gerade in den letzten Tagen neue Ansätze ergeben.

Dass die Deutsche Bahn derzeit durch den Ausfall der S-Bahn-Züge nach Köln und Düsseldorf ihre Kunden viel abverlangt, findet Scholz nicht gut. Als die Pläne seinerzeit vorgestellt wurden, so erinnert sich der Kandidat, habe man ihm noch erzählt, dass die Baumaßnahmen für den RRX den laufenden Betrieb nicht beeinträchtigen würden. Jetzt müssen die Leverkusener bereits bei den ersten Schienenverlegungen auf die schnelle Verbindung in die benachbarten Großstädte verzichten. Oder die gerade wieder aufgekommenen Vorschläge, auf Leverkusener Stadtgebiet einen größeren Lkw-Parkplatz an der Autobahn drei einzurichten, ruft Scholz auf den Plan: "Ein Rastplatz in Leverkusen, das kann überhaupt nicht sein. Nicht mit mir!".

Beim Thema Verkehr müsse ohnehin noch einiges nachgebessert werden, meint Scholz. Über die Umleitungsverkehre durch Schlebusch oder Bergisch Neukirchen, die mit den Bauarbeiten an der A1 unausweichlich seien, sei überhaupt noch nicht nachgedacht worden. Scholz' Vorschlag: Durchfahrtverbot für Lkw über 7,5 Tonnen. Schlusssatz: "Sie sehen, ich habe mir selbst viele Arbeitsaufträge gegeben. Jetzt muss ich nur gewählt werden."

Quelle: RP
 
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