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Leverkusen
CDU-Ratsherr wird in Frankreich verprügelt

Leverkusen: CDU-Ratsherr wird in Frankreich verprügelt
Kuriert sich in Frankreich von der heftigen Schlagattacke eines Fremden aus: der Leverkusener Ratsherr Albrecht Omankowsky. FOTO: prviat
Leverkusen. Albrecht Omankowsky wurde im Urlaub Opfer eines brutalen Angriffs. Er liegt im Krankenhaus. Von Ludmilla Hauser

In das Haus im Süden Frankreichs wird Albrecht Omankowsky zurückkehren. Vergessen, was dort am Ostermontag geschehene ist, wird der Ratsherr aus Bergisch Neukirchen aber vermutlich nie. Montag wurde der CDU Politiker zusammengeschlagen. Wegen der Folgen liegt Omankowsky derzeit in einem Krankenhaus in Toulouse, hat Bettruhe, darf sich nicht viel bewegen.

"Wir fahren seit 15 Jahren in das Haus, das wir dort mit Freunden haben", erzählt der Leverkusener am Telefon. "Bis Montag haben wir eigentlich schöne Ostertage verbracht." Dann entschloss sich Omankowsky, den Hof samt Tor am Haus abzuspritzen. "In dem Moment ist ein Mann auf einem Motorroller vorbeigefahren. Er hat offenbar ein paar Spritzer Wasser abgekommen, hielt an, stieg vom Roller, rüttelte am Tor, stürmte dann wie ein Irrer auf mich zu und schlug mich auf den Mund." So vehement und aggressiv, dass der Bergisch Neukirchener Rechtsanwalt zu Boden ging. "Von dort hat man mich aufgelesen." Der Täter fuhr davon. Zwei Zähne hat der Fremde dem Leverkusener ausgeschlagen. Beim Fallen hat sich der Politiker so stark auf die Zunge gebissen, dass die "im Krankenhaus erst wieder zusammengeflickt werden musste".

Im Kopf habe sich ein Blutgerinsel gebildet, erzählt Omankowsky, dem das Sprechen wegen der noch geschwollenen Zunge etwas Mühe macht. Die Hoffnung sei nun, dass sich das Gerinsel von alleine zurückbildet, "wenn nicht, muss operiert werden", berichtet der Leverkusener, der hofft, in der kommenden Woche die Heimreise antreten zu können. Ein Freund der Familie, der zu Ostern zu Besuch war, sei länger geblieben, um bei der Rückreise zu helfen. Bei Facebook sind die Freunde des Bergisch Neukircheners nach der Nachricht entsetzt. "Unfassbar", und "schrecklich" und Genesungswünsche, notieren Nachbarn, Freunde und parteiübergreifend auch die Politik. Was Albrecht Omankowsky an dem Vorfall schockiert ist zweierlei: "Zum einen das Auftreten dieser massiven, absolut grundlosen Gewalt. Ich meine, der Mann hat ein paar Spritzer Wasser abbekommen. Mehr nicht." Und zum Anderen die Tatsache, dass ein Sturz wie der vom Ostermontag solch' schlimme Folgen haben kann. Dass der Täter gefasst werden kann, glaubt der Anwalt nicht. "Aber Anzeige habe ich in jedem Fall erstattet."

Quelle: RP
 
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