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Leverkusen
CDU und ADFC sammeln fahrradfreundliche Ideen

Leverkusen. Zum Thema "Zweiradmobilität" hat sich die CDU Opladen mit dem Fahrrad-Club ADFC zu einem Workshop getroffen, um gemeinsame Positionen auszuloten. Wie sieht die Mobilität in Opladen im Jahr 2030 aus?

"Wir bauen heute die Verkehrsräume von morgen und übermorgen. Daher sollten wir breit diskutieren und sich viele beteiligen, um zu bestimmen, wohin die Reise mit den Verkehrswegen gehen soll", sagte Matthias Koch, Vorsitzender der Partei in Opladen. So wurden auch Leverkusener Bürger zum Treffen eingeladen. Doch war die Resonanz sehr dünn. Nur Sabine Schmitz war gekommen, neben drei ADFC-Vertretern und vier CDU-Mitgliedern.

Sie sei vor kurzem nach Opladen in die neue Bahnstadt gezogen, sagte Schmitz und habe selbst seit Jahren kein Auto mehr, das Thema Radverkehr interessiere sie also. Tatsächlich wurde dann diskutiert und wurden Ideen, allerdings vornehmlich des ADFC, zu Papier gebracht. Demnach soll das Radverkehrsnetz in ganz Leverkusen vergrößert werden und der Autoverkehr zurückgedrängt werden. Die renommierten Projekte "Dhünnradweg" und "Balkantrasse" reichten nicht aus, hieß es von Seiten des Fahrradclubs.

Eine weitere Idee der Radfahrlobbyisten: Strecken bis zu fünf Kilometer Länge sollen möglichst nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr genutzt werden. Dabei soll unter anderem der ÖPNV helfen, indem er Fahrgästen komfortablere Transportmöglichkeiten fürs Rad liefert.

Die Idee der Stadt und der Wupsi, ein gemeinsames Fahrrad-Leihsystem einzuführen, sehen ADFC-Mitglieder skeptisch: "Ich kenne mein Rad, ich weiß, wie es eingestellt ist. Gerade ältere Leute wollen ihr eigenes Rad mit in den Bus nehmen", merkte Peter Herd vom ADFC an. Außerdem zeigten Erfahrungen anderer Städte, dass die Leih-Räder oftmals gestohlen würden und "überall rumfliegen".

Die Öffnung der Fußgängerzone in Opladen für Fahrräder und ein Ausbau von gut sichtbaren Markierungen sowie die Einführung von Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet, sind weitere Anliegen des ADFC, die sich die CDU-Vertreter notierten. Das ganze funktioniere aber nur, wenn die gesamte Leverkusener Politik hinter einem fahrradfreundlichen Konzept stehe. Dies zeige sich etwa am Beispiel der "Fahrradstadt" Münster.

Herd formulierte es drastisch: "Wir müssen es ermöglichen, dass es den Leuten Freude macht, mit dem Rad zu fahren - am besten, bevor wir die Städte mit den Autos kaputtgefahren haben."

(fal)
 
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