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Leverkusen
CDU will im Wahlkampf mit Sicherheit punkten

Leverkusen. Die CDU Leverkusen macht das Thema "Sicherheit im öffentlichen Raum" zum Wahlkampfthema. Zum Auftakt einer neuen Aktionsreihe versuchten die Christdemokraten am Mittwochabend einen bemerkenswerten Spagat, der teils ziemlich daneben ging. Auf ihrem Parteitag in der Stadthalle Bergisch Neukirchen bot die CDU-Spitze die fast unmöglich zu schaffende Themenspannweite vom Weltterrorismus bis zu den Angsträumen in Steinbüchel. Dazu gab es den Beitrag eines jungen Christdemokraten, der leicht als latente Ausländerfeindlichkeit ausgelegt werden kann. Eine Aussage lautet sinngemäß: Gruppen, deren Mitglieder eine fremde Sprache sprechen, sind potenzielle Angstmacher. Die nötige Einordnung zu dieser Charakterisierung unterblieb. Von Ulrich Schütz

Dennoch: Mit diesem Parteitag versuchte das Gespann aus CDU-Vorsitzenden Frank Schönberger und Ratsherrn Tim Feister (moderator) zumindest, das schwierige Thema Sicherheit von der Präsentation her und mit Beteiligung der Gäste abwechslungsreich aufzuarbeiten. Hauptredner des Abends war Rolf Tophoven. Er wurde von CDU-Chef Schönberger als Experte für Terrorismus im Nahen Osten und Europa vorgestellt.

In seinem "Impulsreferat" berichtete Tophoven nichts Neues. Der Direktor des Instituts für Krisenpräventation in Essen (IFTUS) zeigte den rund 70 CDU-Besuchern aber zumindest auf, wie sich der Terrorismus seit den Zeiten der Roten Armee Fraktion (RAF) bis zu den heutigen islamistischen Terrorkommandos grundlegend geändert hat. (Wegen der falsch genutzten Mikroanlage erreichte Tophoven zwischendurch nur wenige Saalgäste).

Anschläge wie in Nizza mit 84 Toten zeigten, wie einfach es heute sei, ein Attentat durchzuführen. Da reiche schon ein gemieteter Lkw, um in einer Menschenmenge verheerende Wirkung zu erzielen. Der sogenannte Islamische Staat fordere seine Anhänger ja auf, "die Ungläubigen mit allen Mitteln zu treffen", sagte Tophoven. Dafür müsse der Täter keine militärisch-terroristische Ausbildung haben.

Bemerkenswert ist die neue lokale Sicherheitsinitiative der CDU. Sie steht unter dem Motto "Licht schafft Sicherheit". Die Leverkusener sollen der CDU schreiben, wo es in der Stadt Angsträume gibt. Dazu startet die Partei eine Postkartenaktion. Die Bürger können beispielsweise melden: Wo braucht es mehr Licht? Wo werden Schulkinder schlecht gesehen? Wo sollten gegebenenfalls aus Spargründen ausgeschaltete Laternen wieder angestellt werden.

Die Aktion wird auch im Internet zu erreichen sein unter: www.licht-schafft-sicherheit.de

Quelle: RP
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