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Leverkusen
CDU will keine Flüchtlingshäuser auf Dauer

Leverkusen. Der Investor, der in Opladen 800 Plätze für Flüchtlinge anbieten will, bekommt Gegenwind aus der Politik. Der Unternehmer hatte angeboten, auf dem Grundstück "Zur alten Fabrik" vier Gebäuden bauen zu lassen und sie an die Stadt zu vermieten. Von Peter Korn

Das Gelände befindet sich zwischen dem Berufskolleg an der Stauffenbergstraße und Edeka Blondrath an der Pommernstraße. Nach der Nutzung für Flüchtlinge plant der Investor, in den Häusern rund 100 Wohnungen zu schaffen. Die Stadt befürwortet das Angebot. Doch insbesondere in der CDU scheint sich nun Protest zu regen, wie gestern aus politischen Kreisen in Opladen verlautete.

Demnach wollen die Christdemokraten lediglich einer Containerbebauung zustimmen, keinesfalls aber einer dauerhaften Gebäudelösung. Die vom Investor geplante Variante würden eine Unterbringung in festen Häusern ermöglichen. Sein Ansatz: Daraus ließen sich später preiswerte Wohnungen machen.

Das angebotene Areal gilt indes als Gewerbegebiet. Und genau das bereitet den Christdemokraten offenbar Kopfschmerzen. Denn gerade eine Stadt wie Leverkusen sei dringend auf intakte Gewerbeflächen angewiesen, hieß es. Sich langfristig eine solche Option zu verbauen, sei schlichtweg kontraproduktiv.

Einer weiteren Sorge aus dem politischen Raum versuchte Baudezernentin Andrea Deppe gestern die Spitze zu nehmen: Im Gespräch mit unserer Redaktion versicherte sie, es sei nicht die Absicht der Stadt Leverkusen, in den Flüchtlingsunterkünften höher als zweigeschossig zu bauen.

"Wir haben alle Unterkünfte, die wir bisher eingerichtet haben oder noch planen auf diesen Standard hin ausgelegt", versicherte die Verwaltungs-Expertin. Es gebe auch keine anderen Pläne in der Schublade oder Voruntersuchungen für eine mehrgeschossige Lösung.

In einem Punkt schränkte die Baudezernentin ihre Aussage allerdings ein: "Ich kann heute nicht versichern, dass wir nicht eines Tages doch gezwungen sein werden, anders zu planen, wenn die Realitäten das erfordern", sagte sie.

Man habe sich bei der Stadt Leverkusen auch vor Monaten noch nicht vorstellen können, irgendwann einmal Zelte aufzubauen, um Flüchtlinge unterzubringen: "Und doch ist das jetzt Realität geworden."

Insofern könne Sie die Befürchtungen nicht gänzlich ausschließen, aber versichern, "dass dies in unseren Überlegungen zurzeit absolut keine Rolle spielt".

Quelle: RP
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