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Ausbildungstage
Chempark bietet 25 Berufe an

Ausbildungstage: Chempark bietet 25 Berufe an
Boehnel (rechts) will Chemielaborant werden. Er ist mit seinem Vater Frank gekommen, um sich am Stand von Currenta beraten zu lassen. Fotos (2): Miserius FOTO: Jan-Phillip
Leverkusen. 2500 junge Menschen befinden sich in Leverkusen und umliegenden Chemie-Arealen in der Lehre. 1000 Besucher kamen. Von Tobias Brücker

Leverkusen Die Chemieriesen der Region in den Chemparks Dormagen, Wuppertal, Krefeld-Uerdingen und Leverkusen bilden in diesem Jahr einmal mehr Jugendliche im vierstelligen Bereich aus. Ungefähr 2500 junge Menschen befinden sich insgesamt in der Lehre. Und damit sich an dieser Zahl auch in Zukunft wenig ändert, erhielten Jugendliche am Samstag einen Blick hinter die Kulissen. Beim Ausbildungstag im Chempark zählte Veranstalter Currenta gegen kurz nach Mittag rund 1000 Besucher - eine Zahl, die sich im Laufe des Tages noch um zahlreiche Neugierige erhöhen sollte.

Im hiesigen Chempark ist Betreiber Currenta gleichzeitig auch Chef der Ausbildung. Alle Lehrlinge, egal, bei welchem im Park ansässigen Betrieb sie ihren Ausbildungsvertrag unterschrieben, werden zentral ausgebildet. Ein Gebäudekomplex in der Nähe von Tor 11 in Flittard dient als Unterbringung, in der 25 Berufe in technischen, kaufmännischen und naturwissenschaftlichen Bereichen schulisch sowie praktisch erlernt werden. "Die unterschiedlichen Unternehmen können so voneinander profitieren", erklärte Sprecher Timo Krupp.

Ganz verschiedene Menschen kämen zusammen und lernten von ihren Mitstreitern. Gemeinsame Lernzeit stärkt zudem die Identifikation mit den Firmen. Und natürlich wird auch im Chempark das Thema Digitalisierung groß geschrieben. So sind bereits seit einiger Zeit Smartboards - eine elektronische Tafel - in den Lernräumen Normalität. Das aber ist nur der Anfang. In Kürze soll für die Auszubildenden eine Cloud installiert werden, in die Lerninhalte abgerufen werden können.

"Jederzeit lernen zu können, ist ein großer Wunsch der Auszubildenden", sagte Ausbildungsleiter Wilhelm Heuken. Bei all diesen Bemühungen sieht er aber auch Grenzen: "Wir müssen aufpassen, nicht jedem Trend hinterher zu rennen." Rund 90 Prozent der Azubis würden übernommen, hieß es. Chemiekant sei ein Beruf, dessen Image bisweilen zurecht gerückt werden müsse. Häufig werde er mit Schweiß und Dreck in Verbindung gebracht - das sei falsch. Das weiß der 19-jährige Jan-Philipp.

Er will den Beruf erlernen. "Mit gefällt das analytische Arbeiten", sagt er. Trotz schlechten Rufs scheint offenbar die Zukunft des Berufsfelds durch gute Nachfrage gesichert.

Quelle: RP
 
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