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Leverkusen
Chempark: Nur jede 20. Bewerbung hat Erfolg

Leverkusen: Chempark: Nur jede 20. Bewerbung hat Erfolg
Die Labore bei Currenta sind ein begehrter Arbeits- und Ausbildungsplatz: Jährlich gehen bei Bayer, Lanxess und Co. 16.000 Bewerbungen ein. FOTO: Currenta
Leverkusen. Beim Tag der Ausbildung konnten die vielen Interessierten einen Blick hinter die Kulissen des Chempark-Betreibers Currenta werfen. Aktuell werden im Chempark pro Jahr 800 Azubis eingestellt. Von Bastian Quednau

"Deine Zukunft - schau rein und mach mit". Unter dem Motto stand am Samstag der Tag der Ausbildung bei Currenta. "Im Wesentlichen geht es darum, dass die Bewerber die Möglichkeit bekommen, sich hier vorab zu informieren und auch einen praktischen Einblick zu erhalten", erläuterte Wilhelm Heuken, Leiter der Bildung bei Currenta. "Aber viele Auszubildende nutzen den Tag auch als Möglichkeit, um ihren Familien und Freunden einmal zu zeigen, wo sie arbeiten."

Das Angebot für die Gäste war breit gefächert: Interessierte Schüler und deren Eltern konnten sich am Nachmittag an Aktionsständen über Lehrinhalte oder duale Studiengänge erkundigen, fachspezifische Vorträge besuchen und mit Ausbildern und aktuellen Auszubildenden unterhalten.

"Mir gefällt es hier wirklich sehr. Bei den Inhalten der Ausbildung kommen alle mit. Das ist wichtig, da auch viele mit unterschiedlichen Vorkenntnissen hierher kamen", erzählte Daniel Markert, der in seiner Chemikantenausbildung gerade sein zweites Lehrjahr begonnen hat. "Ich bin extra aus dem Ruhrgebiet hierhergezogen, um im Chempark zu arbeiten."

Durch das Starthilfeprogramm sollen auch Flüchtlinge die Möglichkeit bekommen, einen Beruf im Chempark zu erlernen. "Die größte Hürde dabei ist natürlich die sprachliche. Vor allem wegen den vielen Fachausdrücken. Darüber hinaus ist es nicht so einfach, die ganzen Sicherheitsvorschriften zu übersetzten", berichtete Wilhelm Heuken und führte aus: "Durch die Starthilfe werden Berufsanfänger in kleinen Gruppen zuerst einmal ein Jahr auf die Lehre vorbereitet. Dazu bekommen sie einen Eindruck, wie so eine Ausbildung ablaufen kann. Viele Geflüchtete kennen diese Art der Lehre gar nicht, da in den Ländern, aus denen sie kommen, die meisten Leute studieren."

Im Ausbildungszentrum werden rund 20 kaufmännische, technische und naturwissenschaftliche Lehrberufe, wie zum Beispiel Chemikant/-in und Industriemechaniker/-in, angeboten. Der Großteil der jungen Männer und Frauen, in Leverkusen sind es zurzeit ungefähr 1200 Azubis, werden für die Unternehmen Bayer, Lanxess, Currenta, Covestro und Tectrion ausgebildet. Diese fünf Unternehmen erhalten pro Jahr zusammengerechnet rund 16.000 Bewerbungen.

Davon münden allerdings nur rund fünf Prozent am Ende des Auswahlverfahrens tatsächlich in eine Beschäftigung. Denn pro Jahr werden aktuell "nur" ungefähr 800 Ausbildungsplätze vergeben. Allerdings versuchen stets einige Jugendliche ihr Bewerbungs-Glück gleich bei mehreren dieser Betriebe gleichzeitig.

Quelle: RP
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