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Leverkusen
City C - 2018 soll es losgehen

Leverkusen: City C - 2018 soll es losgehen
Der Koblenzer Architekt Philippe Bujakiewicz will die City C in Teilen als kulturelles Zentrum ausbauen. FOTO: Bujakiewicz, C.Anders
Leverkusen. Die Stadt bereitet die Offenlage der Pläne um das marode Einkaufscenter vor. Von Peter Clement

Ist die Revitalisierung der City C ein grundsolides Investment, das schon bald Früchte trägt? Zu diesem Schluss kommt man, wenn man den Ausführungen des städtischen Sonderbeauftragten und ehemaligen Finanzdezernenten Rainer Häusler glaubt. Oder birgt das 1968/1969 gebaute Center zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Europaring jede Menge Risiken und eine Finanzplanung, die gefährlich "auf Kante genäht" worden ist? Zu dieser Auffassung kann man gelangen, wenn man den Lagebericht des scheidenden Finanzdezernenten Frank Stein zur Leverkusener Parkhaus-Gesellschaft studiert.

Über diesen Gegensatz hat unsere Redaktion mehrfach berichtet, auch mit Hilfe externer Fachleute wie dem Bund der Steuerzahler NRW. Eine politische Diskussion gab es jedoch nicht. Vielleicht auch deshalb nahm Oberbürgermeister Uwe Richrath am Montagabend im Stadtrat die Gelegenheit war, eine eigene Stellungnahme abzugeben.

Zur offensichtlichen Diskrepanz der beiden Finanzfachleute äußerte Richrath sich nicht explizit, dafür stellte er umso klarer heraus, dass der weitere Verlauf des Projekts seiner Ansicht nach ungefährdet ist.

Mit Hilfe der Parkhaus-Gesellschaft (die wie eine Art "Bad Bank" Ausgaben für Immobilien-Ankäufe in der City C schulterte und so selbst in Schieflage geriet, d. Red.), sei eine gute Grundlage für die Revitalisierung rund um das Center geschaffen worden, betonte der Stadtchef: "Ich bin sehr froh, dass der Rat sich Ende 2016 einstimmig hinter dieses Projekt gestellt hat." Der Gemeinnützige Bauverein Opladen betreibe das Vorhaben federführend, und die Städtische Wohnungsgesellschaft (WGL) habe signalisiert, als Investor zur Verfügung zu stehen.

Nun werde die Offenlegung des Bebauungsplans für die erste Hälfte 2018 vorbereitet, kündigt Richrath an. Im Übrigen hätten private Investoren wie beim "Ärzteturm" bereits Millionen investiert. "Anfangsverluste sind bei Projekten dieser Größenordnung völlig normal. Ich bin zuversichtlich, dass sie mittelfristig mindestens kompensiert werden", betont der Stadtchef. Ohne Risiko veröde die City C.

Dass das Thema über die Stadt hinaus interessiert, zeigt ein Entwurf zur Entwicklung des Areals, den der Koblenzer Architekt Philippe Bujakiewicz unaufgefordert erstellt hat. Zwischen Rialto-Brücke, Fußgängerzone und Rathausgalerie vermittelnd, will er den Ort in Teilen gezielt als kulturelles Zentrum ausbauen: "Kleinteilige Gebäudestrukturen werden abgebrochen und eine großzügige Platzfläche geschaffen".

Quelle: RP
 
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