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Postskriptum Diese Woche In Unserer Stadt
City C - wo bleibt die Resonanz?

Leverkusen. Sie tröpfelt nach und nach ein, die Begeisterung für die seit einer Woche bekannte Umgestaltung der City C. Jedenfalls öffentlich. Mag sein, dass Rainer Häusler und Gert Geiger, die beiden Planer der Umwandlung des Bereichs zwischen Rialto-Boulevard und Sparkasse in Wiesdorf, seit der Veröffentlichung der Pläne viele Schulterklopfer bekommen haben, dass ihnen gratuliert wurde, Glückwünsche zu den Ideen zugesandt wurden.

Spontan öffentlich reagiert haben aber nur die Sozialdemokraten. Weitere Leverkusener Politiker, die sich sonst - teils begrüßenswerterweise - zu allen möglichen Themen umgehend melden, schwiegen zunächst. Erst nach und nach gibt es hier und da eine Reaktion. Die Industrie- und Handelskammer hat gestern, knapp eine Woche nach der Veröffentlichung der Pläne im Ratsinformationssystem und zugleich in den Medien, reagiert. Die CDU schickte gestern einen Antrag zum Thema Investoren - das Gespann Häusler/Geiger wünscht sich die Geldgeber als Bauherrengemeinschaft aus dem lokalen Umfeld.

Ein kleines bisschen irritiert darf man ob dieser verhaltenen Reaktion schon sein. Immerhin haben jahrelang alle möglichen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Seiten den Niedergang der City C als Katastrophe bezeichnet, das Areal mit vielen dunken Ecken als Schandfleck für die Wiesdorfer City etikettiert, lautstark moniert, wann sich dort denn endlich etwas tue. Seit drei Jahren tut sich etwas - unter strenger Geheimhaltung des Planer-Duos, um das schwierige Gespräch mit der Vielzahl der ursprünglichen Eigentümer, deren Gläubiger und Banken nicht zu gefährden. Jetzt tut sich ganz öffentlich etwas - die Pläne sind, für jeden einsehbar, veröffentlicht.

Der große öffentliche Lobpreis - oder gar mögliche Kritik - für diese zunächst vielen völlig unmöglich erscheinende Aufgabe, aus dem City-Stiefkind eine Cinderella zu machen, ist bisher ausgeblieben. Wie gesagt, es trudelt nur nach und nach etwas ein. Warum? Das bleibt vorerst das Geheimnis der Leverkusener Politik. Wie schade.

Ein Fünkchen Hoffnung bleibt noch: Montag tagen Bauausschuss und die zuständige Bezirksvertretung I auch zu dem Thema City C. Vielleicht gibt es ja dann geballt Meinungen, Lob, Kritik, Anregungen zum Vorhaben aus der Politlandschaft. Ein bisschen mehr öffentliche Rückmeldung wäre Rainer Häusler und Gert Geiger für ihr weiterhin schwieriges Unterfangen jedenfalls zu wünschen.

Quelle: RP
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