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Leverkusen
City profitiert von Rathaus-Galerie

Rathaus-Galerie: Stolperfallen bei der Eröffnung
Rathaus-Galerie: Stolperfallen bei der Eröffnung FOTO: Ulrich Schütz
Leverkusen. Die Bilanz von 30 Tagen Rathaus-Galerie ist rosig: der einmillionste Besucher kam schon an Tag zehn, am Eröffnungstag waren 100 000 Besucher da. Und, da ist sich der Technische ECE-Leiter, Fred Brauer, sicher, die übrigen Wiesdorfer Kaufleute profitieren von der Magnetwirkung des Centers. Von Ludmilla Hauser

Fred Brauer kann wieder ruhig schlafen. Den ersten Monat hat die Rathaus-Galerie hinter sich. Kinderkrankheiten sind – fast – ausgeblieben. "Es gab keine Störfälle, die den kompletten Betrieb beeinflusst hätten", sagt der Technische Leiter des Leverkusener ECE-Centers in der Rückschau.

Allerdings ganz ohne kleine Wehwehchen liefen die ersten Wochen denn auch nicht ab. "Bei 800 Mitarbeitern und 120 Shops wäre das auch nicht möglich, das gar nichts passiert. So musste die reibungslose Anlieferung für die vielen Geschäfte koordiniert werden", berichtet Breuer. "Eine Hebeanlage ist ausgefallen, irgendwo hat es durch die Decke getropfte, kürzlich fiel das Parkhauslicht aus", zählt der Technische Leiter auf, der seit dem Eröffnungstag am 24. Februar von Bauhelm und Arbeitsschuhen auf smarten Anzug umgestiegen ist.

"Mittlerweile können wir aber bei Problemen nicht mehr den Bauleiter anrufen." Nein, da muss Brauer die vier Mitarbeiter von der Haustechnik losschicken, die er "die roten Jungs" nennt, weil sie von Kopf bis Fuß rot gekleidet sind. "Damit Mieter und Besucher sie gleich als Hilfeleister erkennen", erläutert Brauer.

Vielen Besuchern werden die "roten Jungs" aber noch nicht aufgefallen sein, weil die Blicke abgelenkt waren – hin auf die Geschäfte, die man beim Eröffnungstag oder dem verkaufsoffenen Sontnag nicht zu Gesicht bekommen hat, weil's so voll war. "Wir sind völlig positiv überrascht worden von dem Ansturm. Das war gigantisch", sagt Brauer. "Am Eröffnungstag waren über 100 000 Menschen hier. Da hatte man kaum Gelegenheit, in einen Shop abzubiegen, weil die Masse einen weiterschob." Nach zehn Tagen habe der einmillionste Besuscher das Center betreten, erinnert sich Brauer. Von den Mietern im Center habe er nur positive Rückmeldungen erhalten. Auch zum Verhalten der Besucher.

"Vielleicht liegt das am Rheinland, aber die sind hier alle sehr entspannt. Wir haben keine Schadensfälle durch Besucher zu verzeichnen", sagt Brauer, der als Kölner selbst Fachmann in Sachen rheinische Natur ist. Überrascht waren die ECE-Leute aber auch über die Standortanalyse, denn die ergab, "dass die Leute nicht nur aus dem von uns geplanten Einzugsgebiet kommen, sondern weit darüber hinaus", berichtet der technische Leiter. "Hinter Hitdorf ist eben doch nicht Schluss", setzte er schmunzelnd hinzu.

Und noch eine dritte Überraschung gab's in den ersten 30 Tagen Rathaus-Galerie (die waren am Montag rum) zu verzeichnen. Trotz der Unkenrufe im Vorfeld "laufen die Wiesdorfer Händler, die nicht in unserem Center vertreten sind, mit einem Grinsen durch die Straßen", sagt Fred Brauer. Von ihnen höre er wider ihrer Erwartung positive Resonanz zu den ersten ECE-Wochen.

Brauer hat dafür eine Erklärung parat: "Dadurch, dass wir nur 500 Parkplätze anbieten können, nutzen viele Besucher die unterirdischen Parkgaragen und kommen in der Fußgängerzone zu Fuß wieder nach oben und streifen so auch durch die anderen Geschäfte", sagt Brauer, der in den nächsten Nächten wieder ein wenig schlechter schlafen dürfte: Um die Ostertage gibt es in der Rathaus-Galerie in Wiesdorf besondere Aktionen, die gut durchgeplant sein wollen – jetzt ohne Bauleitung.

Quelle: RP
 
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