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Leverkusen
Covestro hebt nach erfolgreichem Quartal die Jahresprognose an

Leverkusen. Vom Sorgenkind zum Durchstarter - so ließe sich die Entwicklung von Bayer MaterialScience, mittlerweile eigenständig als Covestro, ebenso kurz wie prägnant zusammenfassen. Der Herbst ist in der deutschen Wirtschaft die klassische Zeit der jüngsten Quartals-, aber auch der Neun-Monatszahlen. Und da hat der Leverkusener Werkstoffhersteller gestern Zahlen auf den Tisch gepackt: Im dritten Quartal stieg das bereinigte Ebitda, also der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, deutlich im Vergleich zum Vorjahresquartal - nämlich um 21,9 Prozent auf 574 Millionen Euro.

Von Covestro kommt die Erklärung: "Wesentlicher Grund waren höhere Absatzmengen (in Kilotonnen, + 9,1 Prozent) bei gleichzeitig höheren Margen." Oder wie der smarte britische Chef Patrick Thomas formuliert: "Wir profitieren von der starken Nachfrage nach unseren Produkten... Wir heben daher unsere Prognose für das Gesamtjahr 2016 erneut leicht an."

Heißt: Beim Mengenwachstum (im Kerngeschäft) rechnet er mit einem Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Den Free Operating Cash Flow erwartet er über dem Niveau des Vorjahres - bisher war er vom selben Niveau ausgegangen. Beim ROCE (Return on Capital Employed, die Kennziffer zeichnet nach, wie effizient und profitabel ein Unternehmen mit dem eingesetzten Kapital umgeht) rechnet der Konzern mit einem Ergebnis deutlich oberhalb statt bisher oberhalb des Vorjahres. Zugelegt zum Vergleichszeitraum 2015 hat auch das Konzernergebnis im dritten Quartal - um 61,9 Prozent auf 259 Millionen Euro. Doch es geht noch mehr: Der Free Operating Cash Flow (frei verfügbarer Kapitalfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit) wuchs um 157,4 Prozent auf 646 Millionen Euro.

Aufs Dreivierteljahr gesehen ist Covestro zufrieden. Denn: Sowohl die abgesetzten Mengen (+8,4 Prozent) als auch das Ebitda stiegen. Letzteres (+17,3) auf 1,6 Milliarden. Der Umsatz ging um 4,3 Prozent auf 8,9 Milliarden zurück. Covestro nennt ein niedrigeres Verkaufspreisniveau als Grund. Das Konzernergebnis liegt mit 671 Millionen (+57,1) klar über dem Vorjahr. Der Free Operating Cash Flow wuchs (+68,1) auf 960 Millionen.

(LH)
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