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Leverkusen
Covestro überrascht mit seinen Quartalszahlen die Börsen-Welt

Leverkusen. 230 Millionen Euro Gewinn von April bis Juni: Die ehemalige Kunststoffsparte der Bayer AG setzt ihre Erfolgsgeschichte fort. Von Roman Zilles

Es gibt Aussprüche, die gehen bei Aktionären und Analysten runter wie die sprichwörtliche Butter. Die beiden Sätze: "Wir gehen nach wir vor davon aus, dass wir gut wachsen werden und auch profitabel wachsen. Die Tendenz ist positiv", dürften mit ziemlicher Sicherheit dazugehören. Gesagt hat sie Covestro-Finanzchef Frank Lutz im Zuge der Vorstellung der Zahlen seines Unternehmens für das zweite Quartal dieses Jahres.

Unter anderem verkündete das Leverkusener Unternehmen für diesen Zeitraum einen Gewinn vor Steuern (Ebitda) von 542 Millionen Euro. Unter dem Strich habe der Gewinn 230 Millionen Euro betragen, was einer Steigerung von 51 Prozent entspreche. Mit solchen Zahlen überraschte die ehemalige Kunststoffsparte der Bayer AG, von der Covestro zum 1. September 2015 abgespalten wurde, einige Fachleute und fügte ihrer Erfolgsgeschichte der vergangenen Monate ein weiteres Kapitel hinzu.

Während der so genannte Nebenwerteindex MDax, in dem Covestro wie 49 weitere mittelgroße Unternehmen notiert ist, im Verlauf dieses Jahres nicht mal ein Prozent zugelegt hat, kletterten die Aktien der Leverkusener um gut 20 Prozent. Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen stieg der Wert der Papiere sogar über 42 Euro, bevor Gewinnmitnahmen den Kurs sinken ließen.

Unter anderem verwies Covestro darauf, dass im zweiten Quartal in den Bereichen Polyurethanen (plus neun Prozent) und Polycarbonaten (plus 8,5 Prozent) deutliche Absatz-Steigerungen erzielt worden seien, während im dritten Bereich "Coatings, Adhesives, Secialties" (Beschichtungen und Spezialchemikalien) ein leichter Rückgang von 1,8 Prozent zu verzeichnen war. Bei den Polyurethanen resultiere die Erhöhung insbesondere "aus den Produktgruppen Toluylen-Diisocyanat und Diphenylmethan-Diisocyanat", teilte Covestro darüber hinaus mit.

Das klingt eher weniger nach einem Satz, der die Börsen-Welt in aufgeregten Aktionismus versetzt. Mehr Potenzial hat da eher dies: "Aufgrund der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr heben wir unseren Ausblick für das Gesamtjahr 2016 an." Das ist eine Ankündigung von Firmen-Chef Patrick Thomas, dessen Unternehmen den Betriebsgewinn des Gesamtjahres 2016 auf 1,78 Milliarden Euro steigern möchte. Wie es scheint, wird die Erfolgsgeschichte des jungen, aber alteingesessenen Unternehmens noch eine Weile weitergehen.

Quelle: RP
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