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Leverkusen
Das Erbe der Samurai - 50 Jahre Postsportverein

Leverkusen: Das Erbe der Samurai - 50 Jahre Postsportverein
"Naginata" bezeichnet eine Kampfkunst aus Japan, bei der etwa zwei Meter lange Stangen eingesetzt werden. FOTO: Miserius (Archiv)
Leverkusen. Fernöstliche Kampfsportarten prägen das Angebot des Vereins ebenso wie Ballspiele, Turnen und Schwimmen. Von Tobias Falke

Vor 50 Jahren fing alles an. Genauer gesagt am 9. Februar 1967. Damals gründeten die Postler den "Postsportverein Opladen 1967" - mit gerade einmal 29 Mitgliedern. Am Ende des Gründungsjahres vervielfachte sich bereits diese Zahl auf 211 Mitglieder, und mit Tischtennis, Turnen, Fußball, Kegeln und Schach waren einige Abteilungen schon im ersten Jahr vorhanden. Es folgten Schwimmen, Karate, Judo, Badminton und Volleyball, so dass in den 70er Jahren bereits 911 Mitglieder gezählt wurden.

In den 80er Jahren kam dann noch die etwas gewöhnungsbedürftige Sportart "Kendo" dazu. Einzig der Postsportverein bietet bis heute diese Sportart in Leverkusen an, die eine abgewandelte, moderne Art des ursprünglichen japanischen Schwertkampfs ist, wie ihn Samurai vor Jahrhunderten erlernten und lebten. Kendo ist wohl eine der Aushängeabteilungen des Vereins. Die Mitglieder der Abteilung nehmen an Lehrgängen teil und legen Prüfungen ab. Rund 50 Mitglieder sind hier regelmäßig tätig und nehmen erfolgreich an Meisterschaften und Wettkämpfen teil. Zahlreiche Titel gingen bereits an die Opladener Kampfsportler.

Eine ähnliche Kampfkunst betreibt die Gruppe "Naginata" - die neueste Abteilung, die seit 2007 besteht und somit ihr zehnjähriges Jubiläum feiert. Die Naginata ist eine Stangenwaffe aus dem japanischen Mittelalter. Sie ist über zwei Meter lang und besteht aus der Stange, einer Schwertklinge an einem Ende und einer Spitze am anderen Ende. Mit dem Wort "Naginata" wird zum einen die Waffe selbst, zum anderen die Kampfkunst bezeichnet, die den Umgang mit derselben lehrt. Die Naginata wurde hauptsächlich von japanischen Rittern, Samuraifrauen sowie Fußsoldaten und den buddhistischen Kriegermönchen benutzt. Ihr Gebrauch ist bereits aus dem 8. Jahrhundert schriftlich überliefert. Die Vorführung ist so besonders, dass die Besucher, darunter viele Kinder, kurz innehalten, ihre Turnstation nicht zu Ende machen und ihre Blicke fest auf die Kämpfer und ihre exotisch wirkende Ausrüstung richten. Da können die anderen Abteilungen wie Fußball oder Badminton nicht mithalten - zumindest was die äußere Ausstattung angeht.

Aktuell sind im Verein rund 500 Mitglieder gemeldet. Die Hochzeiten mit knapp 1000 Mitgliedern sind vorbei, doch an Glanz hat der Verein nicht verloren. Mit seinem breiten Sportangebot von Ballspielen über Kampfsport und Turnen bis hin zur Schwimmabteilung ist eigentlich für jeden Sportfan etwas zu finden.

Eine Übersicht der einzelnen Abteilungen mit Trainingszeiten findet sich unter "http://www.post-sv-opladen.de"

Quelle: RP
 
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