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Leverkusen
Das freut auch den Zahnarzt: kiloweise Kamelle für die Kitas

Leverkusen. Die Senioren im Haus Upladin wussten gestern erst gar nicht, wie ihnen geschah. Die strammen Offiziere der Prinzengarde Opladen, die ihre kleine Karnevalsfeier besuchten, verteilten so viele Strüßjer, als seien sie plötzlich von Fleurop gesponsert. Der abgesagte Rosenmontagszug, er hatte "Profiteure", wie Prinzengarde-Vizechef Uwe Kunert bestätigte: "Wir trainieren im Jugendhaus Lützenkirchen; klar, dass wir dorthin einen Teil unserer nicht benötigten Kamelle Spenden werden."

Beim Komitee Opladener Karneval (KOK) ist heute Zählen angesagt: Welche Süßigkeiten halten bis nächstes Jahr, welche laufen bis dahin ab? Das wird laut Geschäftsführer Thomas Loef auseinanderdividiert. Was übrig bleibe, verteile man, etwa an Kitas. Auch bei den Altstadt-und Neustadtfunken wird "Kamelle-Sturz" gemacht. Einiges sei bis April 2017 haltbar, alles andere werde verteilt, hieß es. Neustadtfunken-Präsident Stefan Hebbel flachste, die Zahnärzte sollten ihre Kariesprophylaxe-Untersuchungen bei Kindern vorsorglich erhöhen. Auf so manche Kita komme jetzt einiges zu. Prinz Markus überlegte, wohin die Kamellcher gehen sollen. Immerhin: "Ich habe auf meinem Wagen Ware im Wert von 3500 Euro."

Kinder, die gestern die Opladener Bäckerei Nöres betraten, erhielten Berliner geschenkt. Dennoch sagte Chef Jörg Nöres: Von den zum Zoch vorbereiteten 1000 Stück, "wird am Ende einiges in der Mülltonne landen".

(peco/US/LH)
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