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Leverkusen
Das Johannes-Gemeindezentrum in Manfort ist vorerst gesichert

Leverkusen. Gottesdienste, Taufen, Trauungen, Beerdigungen, Veranstaltungen: Das Leben in der evangelischen Johannes-Gemeinde in Manfort geht weiter. In dieser Woche gab Superintendent Gert-René Loerken bekannt, dass der Unterhalt von jährlich rund 90.000 Euro für das Gemeindezentrum an der Scharnhorststraße für die nächsten fünf bis acht Jahre gesichert sei. Alle Gemeindegruppen können sich weiterhin treffen. Von Ina Bodenröder

Die Nachbargemeinden in Schlebusch und Wiesdorf unterstützen die Manforter sowohl finanziell als auch personell: Der Wiesdorfer Pfarrer Christoph Engels und Gunnar Plewe (Schlebusch) versorgen die Gemeinde, seitdem Pfarrer Jürgen Berghaus Anfang 2017 Aufgaben im Kirchenkreis übernommen hat. 2015 hatte das Manforter Presbyterium sein Mandat niedergelegt, weil angesichts immer weniger Gläubiger die Gemeinde finanziell nicht mehr lebensfähig war. Seither lenkt ein Bevollmächtigtenausschuss unter Loerkens Leitung die Geschicke der Gemeinde.

Nun die guten Nachrichten: Der Bestand und die Arbeitsplätze der kleinen Kindertagesstätte sind gesichert. Auch Küster und Organist behalten ihre Jobs. Die Kita soll eventuell sogar nicht mehr nur eine, sondern vier bis sechs Gruppen beherbergen. "Der Kirchenkreis-Verbund übernimmt die Trägerschaft", sagt René Loerken. Die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) könnte die Kindertagesstätte ausbauen. Außerdem interessiert sich die WGL für weitere Flächen auf dem Gemeindegelände.

Um langfristig die Unterhaltskosten wieder selbst zu erwirtschaften, sollen fremdsprachige - beispielsweise italienische - evangelische Gemeinden gewonnen werden, die das Kirchengebäude für ihre Gottesdienste und Veranstaltungen nutzen. "So könnten wir das Zentrum lebendig halten", hofft der Superintendent.

Auf dem Programm steht außerdem eine Befragung in der Nachbarschaft, um herauszufinden, welche Angebote sich die Menschen in den Kirchenräumen wünschen. Darum kümmern sich aktuell die beiden Sozialpädagogen und Diakonie-Mitarbeiter Hanna Mielke und Philipp Hackländer. Die Ergebnisse sollen im Sommer vorliegen. "Wir möchten die ganze Bevölkerung in unser Nachbarschaftszentrum einladen und das Haus mit Leben füllen", sagt Hackländer. Das wird schon am Donnerstag, 27. April, in die Tat umgesetzt: Dann startet das "Offene Café" für alle Interessenten (15 bis 16.30 Uhr). Außerdem wird ab 3. Mai immer am ersten Mittwoch im Monat auf der großen Wiese vor dem Gemeindezentrum gegrillt. "Das ist eine Einladung an alle, unabhängig von ihrer Konfession", betonte Mielke.

Quelle: RP
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