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Postskriptum Diese Woche In Unserer Stadt
Das kleine Transport-Einmaleins beherrschen

Leverkusen. Kommt der Bus pünktlich? Während der Fahrgast sich mit dieser Leitfrage beschäftigt, laufen hinter den Kulissen ÖPNV-Machtkämpfe.

Dass der Sänger Limahl die Wupsi oder das Busunternehmen Wiedenhoff kennt - unwahrscheinlich. Sein Lied aus dem Jahr 1984 aber passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge zu dem Thema: "Never-Ending-Story", eine nicht enden wollende Geschichte.

So jedenfalls mutet das an, was seit Wochen zwischen dem Kommunal-Unternehmen Wupsi und der privaten Busfirma aus Witzhelden läuft. Letztere will der Wupsi den Öffentlichen Nahverkehr ÖPNV abluchsen - und ist diese Woche vor die Wand gefahren. Die Bezirksregierung hat Nein gesagt zur Genehmigung der Linienverkehre für Wiedenhoff, weil so die dauerhafte Beförderung der Fahrgäste nicht gesichert sei, hieß es zur Begründung. Ende der Geschichte, so könnte man meinen.

Das aber ist ein Irrtum. Denn Constantin Wiedenhoff will sich so leicht nicht geschlagen geben - er will Widerspruch gegen den Entscheid einlegen. Das nächste Kapitel im Wiedenhoff-Wupsi-Streit ist also garantiert. Für die Wupsi geht es dabei nicht um ein paar Buslinien, sondern ums Ganze. Bekommt Wiedenhoff recht, geht die Wupsi komplett baden.

Am Fahrgast dürfte die "Never-Ending-Story" hinter den Kulissen aber wohl gänzlich vorbeigehen. Für den zählt: "Hauptsache, der Bus kommt, und das am besten pünktlich." Recht hat er. Denn eines muss bei allen, vielleicht sogar verständlichen wirschaftlichen ÖPNV-Machtkämpfen gewährleistet sein: Der unbeteiligte Fahrgast darf nicht leiden. Das sollte jedes Transportunternehmen in sein Beförderungs-Einmaleins aufnehmen.

Quelle: RP
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