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Leverkusen
Das Wartehäuschen ist endlich da

Leverkusen: Das Wartehäuschen ist endlich da
Erika Lochter vor dem neuen Bushaltehäuschen. Nach zweieinhalb Jahren Wartezeit "haben wir endlich wieder ein bisschen Schutz und Licht", sagt sie. FOTO: UM
Leverkusen. Die Freude ist groß bei Erika Lochter: Die Bushaltestelle Kolberger Straße ist nun auch stadteinwärts wieder mit einem Unterstellhäuschen versehen. "Es ist gut, dass das Häuschen vor dem Winter da ist", sagt die Seniorin, die dafür mehr als zwei Jahre gekämpft hat. Denn als die Haltestelle im Frühjahr 2015 wegen eines Hausbaus verlegt werden musste, wurde der dazugehörige Wetterschutz nicht mit versetzt - zur Verwunderung der Bus-Fahrgäste. Das alte Häuschen wurde vielmehr abgebaut. Einige Leverkusener behaupteten, es sei einer Nachbarstadt überlassen worden. Davon war Erika Lochter jedoch nichts bekannt. Von Susanne Genath

Sie sammelte vielmehr an zwei Vormittagen an der Kolberger Straße mehr als 50 Unterschriften, um damit den Bedarf eines neuen Wetterschutzes zu belegen, und überreichte sie der Wupsi. Die gab die Liste an die Stadt weiter, die für die Einrichtung der Bushaltestellen zuständig ist.Rund 6500 Euro kostet der Verwaltung zufolge ein neues Wartehäuschen inklusive Aufbau und Stromanschluss. Durch die Verlagerung der Bushaltestelle handele es sich um einen neuen Standort, für den erst geprüft werden musste, ob wieder ein Unterstand nötig war. Obwohl der Bedarf erkannt wurde, dauerte die Umsetzung schließlich zweieinhalb Jahre.

Eine neue Baugenehmigung musste her, ebenso ein neues Fundament. Die Arbeiten verzögerten sich zuletzt, weil das beauftragte Bauunternehmen nicht im vereinbarten Zeitplan blieb, ließ die Firma Moplak, der der Unterstand gehört, mitteilen."Es ist kein neues Häuschen, das sieht man", sagt Erika Lochter vor Ort. "Aber das ist egal. Hauptsache, man kann an der Haltestelle wieder geschützt stehen und hat bei Dunkelheit Licht."

Wie der alte sei auch der neue Unterstand mit drei Sitzen versehen. "Ich bin jetzt sogar schon im Bus angesprochen worden, dass ich doch die Frau sei, der man das Wartehäuschen zu verdanken habe", berichtet die Seniorin lächelnd. "Aber ich habe es ja nicht nur für mich getan, sondern für alle, die an der Haltestelle einsteigen", betont sie.

Quelle: RP
 
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