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Leverkusen
Das Warten auf den Lok-Oldtimer

Leverkusen. Kommenden Samstag übergibt Unternehmer Gernot Paeschke bei einer Feier die restaurierte Henkel-Lok "Persil". Von Gabi Knops-Feiler

Vor der Arbeit hieß es am Samstag warten. Die drei Schwertransport-Teams kamen von der Zentrale der Firma Henkel in Düsseldorf-Holthausen mit fast einer Stunde Verspätung nach Hitdorf. Zwar waren Spezialisten dort schon seit sieben Uhr mit der Verladung der zentnerschweren Dampflok "Persil" beschäftigt. Das nahm aber mehr Zeit in Anspruch, als erwartet worden war. Kurz vor elf Uhr rollten die Auflieger mit der Lok aus dem Jahr 1911 in den originalen Farben Rot und Grün samt Kran und Begleitfahrzeug an. Auf dem letzten Lkw lagen die schweren Stahlplatten zum Schutz der Pflastersteine und die 20 Tonnen schweren Gegengewichte, die den Kran im Gleichgewicht halten.

Zwischenzeitlich hatten sich rund 60 Schaulustige eingefunden und zu Objektbetreuer und Ansprechpartner Ulrich Goeres von der Firma Paeschke sowie zu den Vertretern des Dachverbandes Hitdorfer Vereine gesellt. Da die Durchfahrt am Kreisverkehr Hitdorfer-, Ringstraße und Heerweg gesperrt war, kamen überwiegend Eltern mit ihren Kindern aus der benachbarten Siedlung, um die Rückkehr der Lok zu erleben. Damit der Anliegerverkehr dennoch über die Corneliusstraße fahren konnte, hatte die Baufirma, die dort die Straßen ausbaut, eigens die Asphaltdecke frühzeitig fertiggestellt. "Alle waren sehr kooperativ", freute sich Goeres über die gute Zusammenarbeit von mindestens 50 Beteiligten. Dazu gehörten Mitarbeiter der Firma Henkel, die das Gleisbett und die Gleise bauten, die Henkel-Pensionäre, die das Lok-Schaustück in 174 Arbeitsstunden wieder herrichteten sowie der Denkmalschutz der Stadt Leverkusen und der Landschaftsverband, die darauf achteten, dass die Lok so restauriert wurde, wie sie früher im Werk im Einsatz war.

Die Firma Paeschke hatte die Aktion initiiert und die Kosten für Restaurierung und Transport übernommen. Dazu kamen weitere Beteiligte der Stadt Leverkusen, die mit der technischen Ausführung betraut waren und die Mitarbeiter der Kölner Transportfirma Colonia.

Deren Experten arbeiteten fachmännisch Hand in Hand. Die Lok wurde an vier Gurten hochgehievt, dann langsam, so dass sie nicht ins Schaukeln geriet, über die Gleise geschwenkt und auf die Schienen gesetzt. "Klappt wie ein Uhrwerk", nickte Goeres anerkennend nach rund eineinhalb Stunden Arbeit.

Abschließend verhüllte der Hausmeistertrupp von Paeschke die Denkmal-Lok noch mit einer weißen Kunststoff-Plane. Erst am kommenden Samstag, 24. Oktober, 14 Uhr wird das Denkmal mit einer Überraschung offiziell enthüllt. Anschließend wird die freie Fläche noch vom Grünflächenamt bepflanzt, damit weder Kinder noch Erwachsene auf die Idee kommen, auf die "Persil-Lok" zu klettern.

Quelle: RP
 
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