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Leverkusen
Der erste offizielle RRX fährt nicht vor dem Jahr 2020

Der erste offizielle RRX fährt nicht vor dem Jahr 2020
Arthur Wiatowski von der Deutschen Bahn erkärt den Streckenverlauf auf Höhe Willy-Brandt-Ring. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Die ersten Züge sollen bereits 2019 fahren. Allerdings noch auf den alten Gleisen. Das heißt, der erste offizielle Zug des "Rhein-Ruhr-Express" (RRX) fährt wohl nicht vor dem Jahr 2020. Das wurde jetzt bei Gesprächen deutlich, die die Deutsche Bahn mit Leverkusenern in der Wiesdorfer City führte. Denn das Verkehrsunternehmen ist mit dem RRX auf "Roadshow" und präsentiert sich in den Kommunen entlang der Strecke Köln - Dortmund jeweils einen Tag. Von Tobias Falke

Im Vorfeld hatte RRX-Projektleiter Michael Kolle angekündigt: "Wir wollen mit den betroffenen Anwohnern direkt vor Ort ins Gespräch kommen und erklären, was wir planen und warum wir so planen. Viele Befürchtungen von Betroffenen können wir im persönlichen Gespräch direkt nehmen." Doch wirklich viel zum aktuellen Projektstand konnten Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer Nahverkehr Rheinland, und Teilprojektleiter Artur Wiatowski, der für den Leverkusener Bereich zuständig ist, nicht erzählen.

Das Problem: Das Planfeststellungsverfahren für den Bereich 1 (Köln - Leverkusen) ist noch nicht abgeschlossen. Ein langatmiger Prozess, der zahlreiche Anhörungsverfahren durch die zuständigen Behörden und eine umfangreiche Sachverhaltsprüfung des Eisenbahn-Bundesamts erfordert. "In den meisten und wichtigsten Bereichen haben wir aber bereits mit allen Teilnehmern eine Einigung erzielen können, sodass wir fast am Ende dieses Prozesses stehen", sagte Wiatowski. Dass das Projekt noch platzen könnte, schloss er aus.

Steht der Planfeststellungsbeschluss, würden im Anschluss die Ausschreibungen beginnen, so dass zeitnah gebaut werden könne. Ein konkretes Datum wurde aber noch nicht genannt. Einzig ein Hinweis, dass sogenannte Sperrpausen, in denen Streckenabschnitte während Bauarbeiten nicht befahren werden, mindestens drei Jahre im Voraus angemeldet werden müssen und dies bislang nicht beschlossen wurde.

"Wir wollen unsere Pendler entlasten und deshalb die neuen Züge so früh wie möglich einsetzen. Diese bieten 200 Plätze mehr als ein Regionalexpress", sagt Nobert Reinkober. Bis zu 800 Personen sollen dann in Zukunft pro Zug befördert werden.

Die Bahn will in den kommenden Jahren die Strecke zwischen Leverkusen-Chempark und Leverkusen-Küppersteg auf einer Länge von 2,5 Kilometern durchgängig zweigleisig ausbauen. Alle 15 Minuten soll dann ein Zug pro Fahrtrichtung halten.

In Leverkusen-Mitte wird im Rahmen dieses Ausbaus das bisherige Empfangsgebäude abgebrochen und ein neuer S-Bahnsteig errichtet. Mindestens drei neue Aufzüge und ein neuer Treppenaufgang sind ebenfalls geplant sowie der Bau eines elektronischen Stellwerks.

Neue Informationen über den geplanten Umbau des Busbahnhofes gab die Deutsche Bahn in Wiesdorf nicht. Für das Projekt sei die Stadt Leverkusen verantwortlich.

Quelle: RP
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