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Leverkusen
Der neue Horrorfilm: sieben Tage ohne Schlüpfer in Opladen

Leverkusen. Die Show war einmalig. Zwar touren Martin Reinl und Carsten Haffke mit ihrer Puppen-Impro-Show "Pfoten hoch!" schon seit geraumer Zeit durch die mittelgroßen Veranstaltungshallen des Landes und machten dabei Station im Opladener Scala, doch jede Vorstellung ist anders. Von "von Siegfried Grass

Nur so entsteht Situationskomik. Nur so können die beiden professionellen Puppenspieler, die ihr - im wahrsten Sinne des Wortes - Handwerk in der "Sesamstraße" (Reinl) und als "Käpt'n Blaubär" (Haffke) zur Vollendung gebracht haben, sich voll entfalten. Auch sie hatten sichtbar ihren Spaß. Die beiden Akteure suchen den Stegreif, damit es selbst für sie nicht eintönig wird.

Wichtiger ist natürlich, dass das Publikum - das Scala war ausverkauft - seine helle Freude an den kuriosen Situationen fand. Für Scala-Chef Fabian Stiens war es selbstverständlich, gleich die nächste Show zu buchen (vormerken: 24. November).

Da waren sie also, die Stars aus der Fernsehsendung "Wiwaldi-Show": Der zottelige Hund, die Kakerlake, Charming Traudel oder der Hai ... Ja man konnte sich sogar - als besondere Dreingabe - anschließend mit ihnen ablichten lassen oder gleich mitnehmen. Der aufgebaute Merchandising-Stand bot vom Aufkleber für 50 Cent bis zur Wiwaldi-Puppe für 78 Euro genug Möglichkeiten, seine Wertschätzung pekuniär zum Ausdruck zu bringen.

Die Fans, die von Frankfurt, Dormagen oder Wuppertal anreisten, erkannten, wie anstrengend die Tätigkeit von Reinl und Haffke ist, die nicht nur minutenlang ihre Hände gen Himmel streckten (Pfoten hoch), dabei auch noch die spontanen Texte "erfinden" und immer einen Blick auf den Monitor haben mussten, um zu sehen, ob ihre Figuren im rechten Bild der fest installierten Kamera waren.

Mit Beteiligung einer Zuschauerin als Puppenspielerin wurde ein neuer "Horrorfilm" aufgenommen: "Sieben Tage ohne Schlüpfer in Opladen", so der vom Publikum aufgeworfene Titel. Es wurden ebenso spontan die "selbst schlüpfenden Stützstrümpfe" erfunden, Szenen einer kaputten Ehe nachgespielt oder aus der Pathologie berichtet. Kurz: ein köstlicher Klamauk.

Quelle: RP
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