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Leverkusen
Dialogreihe zu Gemeinsamkeiten in den Religionen

Leverkusen. Wie leben Muslime, Christen, Juden und Buddhisten ihren Glauben im Alltag? Welche Rolle spielen "Gutes und Böses" in den Religionen? Um solche und weitere Fragen dreht sich eine Veranstaltungsreihe, die vom Leverkusener "Rat der Religionen" initiiert wurde. Der städtische Beigeordnete Markus Märtens sprach von einem "guten und sichtbaren Zeichen für die Zusammenarbeit der Religionsgemeinschaften", das deutlich mache, dass Verständnis in der Stadt nicht herbeigeredet, sondern aktiv gelebt werde. Nach Meinung von Marion GenRai Lukas von der Buddhistischen Gemeinschaft "wächst zusammen, was zusammengehört, ohne sich zu vermischen". Von Gabi Knops-Feiler

Gerade in der heutigen Zeit seien "Dialoge immer wichtiger", betonte Superintendent Pfarrer Gert-René Loerken vom Evangelischen Kirchenkreis Leverkusen als Sprecher der Gemeinschaft. "Je mehr wir ins Gespräch kommen, desto größer werden gegenseitige Achtung und Respekt", verdeutlichte Loerken und ergänzte, der Dialog miteinander diene "dem Abbau von Vorurteilen, die in unserer Gesellschaft leider sehr groß sind." Denn Unwissenheit sei meist der Nährboden für Vorurteile.

An drei verschiedenen Terminen und Orten geht es um Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Religionen: Am 2. Juni, 19 Uhr, im Pfarrsaal St. Elisabeth steht das Thema "Die Widerspiegelung der Religion im eigenen Leben, Wie Muslime, Christen, Juden und Buddhisten ihren Glauben im Alltag leben" im Mittelpunkt. Am 15. September, 19 Uhr, gibt es im Gemeindehaus Bielert Kurzvorträge und Diskussionen zur Frage "Dem Bösen begegnen - Welche Antworten haben Religionen auf Gewalt, Leid und Zerstörung wirklich?" Am 1. Dezember, 19 Uhr, dreht sich in der Ditib Moschee am Kiesweg alles um das Problem "Respekt vor den Alten - Wie sehen Religionen ihre Verantwortung in einer älter werdenden Gesellschaft?"

Dem 2006 gegründeten "Rat der Religionen" gehören Vertreter der in Leverkusen ansässigen Religionsgemeinschaften an. Die Buddhistische Gemeinschaft (Marion GenRai Lukas), der evangelische Kirchenkreis Leverkusen (Superintendent Pfarrer Gert-René Loerken), das katholische Stadtdekanat (Donata Pohlmann), die Neuapostolische Kirche Opladen (Stefan Vis), der Rat der Islamischen Gemeinschaften (Murat Ates und Ismail Memishi) und der David Stern-Verein (Lev Ismikhanov) vertreten rund 118.000 Gläubige, darunter 70.000 katholische und 35.000 evangelische Christen, 12.000 Muslime und 500 Angehörige der Neuapostolischen Kirche. Die Reihe soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden.

Quelle: RP
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