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Leverkusen
Die Feuerwehr in Luft und Wasser erlebt

Die RP besucht die Werkfeuerwehr im Chempark
Die RP besucht die Werkfeuerwehr im Chempark FOTO: Miserius, Uwe
Leverkusen. Die Chempark-Werkfeuerwehr und die städtische Feuerwehr setzen viele Spezialfahrzeuge ein. Ein RP-Besuch vor Ort. Von Ulrich Schütz

Die Feuerwehren des Chemparks und der Stadt Leverkusen zeigten am Samstag ihr Können aus 30 Meter Höhe, am Boden oder wenige Zentimeter über der Rhein-Wasseroberfläche. Im Rahmen der RP-Sommertouren konnten zwölf RP-Leser drei Stunden einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Retter und Helfer werfen. "Beeindruckend", sagte Ute Attin aus Hilden am Ende der Rundfahrt und meinte nicht nur die Höhenfahrt mit der Teleskopmastbühne der Chempark-Werkfeuerwehr.

Anna Pohlmann (7) und Marcel Martin (8) konnten nicht genug bekommen von der Fahrt mit dem Rettungs-Mehrzweckboot der städtischen Feuerwehr Leverkusen. Was dieses auf den ersten Blick kleine Boot an großen Leistungen, speziell bei der Rettung von Personen aus dem Rhein, bietet, zeigte Bootsführer Damian Tinschert mit seinen Kollegen Tom Beck und Philipp Mars bei beeindruckenden Kurzausflügen auf dem Rhein in Wiesdorf.

Start der Feuerwehrtour, die auch von der Currenta-Kommunikationsabteilung organisiert wurde, war die Sicherheitszentrale der Chempark-Wehr in Wiesdorf. Leiter Lutz Bartelniewöhner skizzierte kurz die Aufgaben der Werkfeuerwehr, die ständig mit 22 Mann im Dienst ist und jeden Ort des Werksgeländes innerhalb von fünf Minuten erreichen kann. Die Werkfeuerwehr Chempark bietet jährlich ab August die IHK zertifizierte Ausbildung zum Werkfeuerwehrmann an: "Wir würden gerne mehr Frauen dabei haben, aber es fehlt an Bewerbungen", sagte Feuerwehrchef Bartelniewöhner. Männlichen Nachwuchs gibt es genug: Stellenausschreibungen laufen höchstens ein paar Wochen: "Dann haben wir bestimmt 150 Bewerber", sagt der Wehrleiter. Zwei RP-Besucherinnen dürften dies genau registriert haben: Lea (15) und Maria (13) Pohlmann. Die Geschwister sind Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Start der Ausbildung im Chempark ist mit 16,5 Jahren (Abschluss der Sekundarstufe I).

Dass die Feuerwehr im Chempark - wie alle anderen Wehren - bei Einsätzen trotz digitaler Welt viel mit Magnettafeln arbeiten, erstaunte doch einige Besucher. Der Grund ist einfach: Solche Hilfsmittel funktionieren auch, wenn der Strom weg ist (obwohl die Sicherheitszentrale eine eigene Notstromversorgung und ein eigenes Luftsystem hat). Übrigens sind die drei Chempark-Standorte Leverkusen, Dormagen und Krefeld vernetzt. Die Leitstelle Dormagen könnte im Ernstfall auch die Regie für Leverkusen übernehmen. Und die Werkfeuerwehr und Chemiespezialisten aus den Werken helfen auch außerhalb der Standorte: Wie bei einem havarierten Behälter in Duisburg.

Quelle: RP
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