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Leverkusen
Die Imker und ihre 50.000 Freundinnen

Leverkusen. Zum Tag der deutschen Imkerei veranstaltete auch der "Imkerverein Leverkusen Bayer und Schlebusch"' seinen Tag der offenen Tür im Bienengarten an der Rheinallee am Neulandpark. Die Besucher hatten die Möglichkeit, sich die Werkzeuge der Imker genau anzusehen, mehr über die Arbeit der Bienenzüchter zu erfahren und selbst gemachten Honig und Met zu kaufen. Von Bastian Quednau

Seit nunmehr 117 Jahren besteht der Leverkusener Imkerverein, der momentan rund 130 Mitglieder zu verbuchen hat. Zum regelmäßigen Erfahrungsaustausch findet jeden zweiten Montag im Monat ein Vereinstreffen in der "Gaststätte Kreuzbroich" statt. Jeweils passend zur Saison steht an jedem der zwölf Abende ein bestimmter Themenkomplex zur Diskussion. Im Juli geht es beispielsweise um die bald anstehende Honigernte. Zwischen 40 und 50 Mitglieder sind bei einem solchen Treffen anwesend. Doch nicht nur das Schleudern des Honigs ist im Juli ein wichtiges Thema. Auch die Varroamilben-Kontrolle und die damit verbundene Behandlung ist eine heikle Problematik. Die Varroamilbe ist nämlich einer der Hauptgründe für das Bienensterben. Ihre Nahrung ist das Blut der Bienen - gleichzeitig übertragen sie für die Insekten gefährliche Viren. Noch dazu schwächen sie die Larven bereits vor ihrer Geburt, so dass ihre Lebenserwartung relativ kurz ist. "Bedingt durch die Varroamilbe haben wir jedes Jahr Völkerverluste", erzählt Günter Dräger, erster Vorsitzender des Imkervereins Leverkusen Bayer und Schlebusch. "Im letzten Jahr haben wir 13 Prozent unserer Völker verloren. In manchen Jahren sind es sogar bis zu 30 Prozent. Manche Leute haben dann auch einen Totalverlust zu beklagen."

Das Problem bei der Behandlung ist, dass es keine Präventivmaßnahmen gibt. Die Behandlung kann erst nach der Honigernte erfolgen, muss aber im Dezember bereits fertig sein. Keine leichte Aufgabe, denn manche Vereinsmitglieder halten bis zu 50 Völker, was im Sommer rund 50.000 Bienen bedeuten kann.

Quelle: RP
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