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Leverkusen
Die meisten Arbeitslosen leben in Opladen

Leverkusen: Die meisten Arbeitslosen leben in Opladen
Die Statistikstelle der Stadt Leverkusen listet die Arbeitslosen nach Stadtteilen auf. Hoch ist die Zahl der Erwerbslosen in Opladen. Bald jeder zweite davon zählt zur Gruppe der Langzeitarbeitslosen. Auffallend sind auch die Zahlen für Rheindorf. Die höchste Quote allerdings weist Wiesdorf auf. FOTO: Stadt
Leverkusen. In Opladen leben nicht nur die meisten Arbeitslosen in der ganzen Stadt, dort wohnen auch die meisten Langzeitarbeitslosen: Das geht aus einer Statistik hervor, die die Stadtverwaltung jetzt für 16 Stadtteile und 77 Quartiere erhoben hat. Von Gundhild Tillmanns

Insgesamt 7431 Leverkusener Männer und Frauen waren Ende Juni arbeitslos gemeldet: 1144 in Opladen, wobei 435 Personen davon als langzeitarbeitslos gelten (nach mehr als einem Jahr Arbeitslosigkeit). 345 ausländische Mitbürger in Opladen haben keine Arbeit, 115 junge Opladener unter 25 Jahren und 168 Bewohner des Stadtteiles ab 55 Jahren aufwärts.

Vergleichsweise paradiesische Verhältnisse meldet die Stadtverwaltung hingegen aus der Waldsiedlung, die im positiven Sinne mit gerade mal 47 Arbeitslosen das Schlusslicht bildet. Beachtlich, dass unter dieser geringen Zahl kein einziger Langzeitarbeitsloser registriert ist. Es fehlen in der Waldsiedlung auch die sonst überall gemeldeten Problemgruppen der jugendlichen und der Arbeitslosen ab 55 Jahren aufwärts.

Vergleicht man die Arbeitslosenquoten der Stadtteile, dann liegt Wiesdorf West mit 16 Prozent (722 Arbeitslose) an der Spitze. Alkenrath hat eine Arbeitslosenquote von 14,6 Prozent (263 Männer und Frauen). Und wen wundert's?: In der Waldsiedlung liegt die Quote nur bei fünf Prozent. Gut sieht die Beschäftigungslage auch in Bergisch Neukirchen mit einer Arbeitslosenquote von nur 4,7 Prozent aus.

Aufgeschlüsselt auf die 77 Wohnquartiere in Leverkusen liegt der Wohnpark Steinbüchel mit einer Arbeitslosenquote von 24,9 Prozent an der Spitze und Wiesdorf-Südwest mit nur 1,7 Prozent am Ende. In den Opladener Wohnquartieren nimmt ausgerechnet das Areal am Gewerbegebiet Schusterinsel mit all' seinen Betrieben die erste Stelle bei den Arbeitslosenquoten mit 14,6 Prozent ein: also ein Warnsignal und Handlungsfeld für die dort ansässige Industrie- und Handelskammer, das sich aus der Analyse dieser Statistik ergibt. In Opladen-Zentrum un d -Neustadt liegt die Arbeitslosenquote ebenfalls hoch mit 13,6 Prozent, in Opladen Nord aber nur bei sechs Prozent.

Quelle: RP
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