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Leverkusen
Die OGS "Räuberhöhle" feiert ihren 10. Geburtstag

Leverkusen. Wie erfolgreich das Projekt sein würde, konnten sich vor zehn Jahren wahrscheinlich nicht einmal die unmittelbar Beteiligten vorstellen. 2005 startete die Offene Ganztagsschule (OGS) an einer der größten Leverkusener Grundschulen, der GGS Im Kirchfeld in Lützenkirchen. Leiterin Martina Tenhagen war von Anfang an dabei, zunächst mit vier Kollegen und einer Küchenkraft. Im ersten Jahr wurden 50 Kinder in den drei Gruppen der "Räuberhöhle" betreut. Die Nachfrage stieg, aber der vorhandene Platz ist begrenzt. Denn mehr als 28 Kinder sollte keine der Gruppen haben. Davon gibt es inzwischen acht. 24 Mitarbeiter kümmern sich um 200 Kinder - das ist über die Hälfte der Schüler, die die GGS Im Kirchfeld besuchen. Von Monika Klein

Man konnte sie unmöglich samt ihren Eltern und den offiziellen Gratulanten zu einer gemeinsamen Veranstaltung einladen. Deswegen wird an zwei Tagen gefeiert. Heute kommen die geladenen Gäste aus der Schulverwaltung und vom Träger der OGS, der Evangelische Kirchengemeinde Opladen. Morgen wird es dann deutlich turbulenter und bunter, wenn die Räuberhöhlen-Kinder in Gruppen feiern. Seit einigen Jahren können Eltern bei der Anmeldung zwischen zwei Modellen, dem offenen und dem gebundenen Ganztag, wählen. Vier Gruppen laufen nach dem bewährten Prinzip. Darin sind Kinder aus unterschiedlichen Schulklassen, in der Regel Erst- und Zweitklässler oder Dritt- und Viertklässler, gemischt. Sie werden nach dem Mittagessen bei den Hausaufgaben pädagogisch betreut und können zwischen 14 und 16 Uhr an unterschiedlichen AGs teilnehmen. Die OGS "Räuberhöhle" kann in Kooperation mit dem Lützenkirchener Sportverein und dem TSV Bayer Leverkusen besonders viele Sportangebote machen. Außerdem gibt es Musik-AGs, Kreativangebote, Textiles Gestalten oder eine Pflanzen-AG. Die Letztgenannten gibt es nur, weil sich seit Jahren vier bis fünf Ehrenamtliche im Ruhestandsalter in der OGS engagieren. "Das ist ein ganz wichtiger Punkt", sagt Martina Tenhagen, das mache alles familiärer. "Die Kinder mögen das, für sie ist das auch eine Art Oma-Ersatz." Außerdem gibt es eine direkte Zusammenarbeit mit dem Träger. Der Jugendleiter der Kirchengemeinde macht einige Angebote.

Im gebundenen Ganztag sieht das Programm ein wenig anders aus. Da nutzen die Kinder auch am Nachmittag ihren Klassenraum. Das spart Platz, der längst knapp wurde, ist aber alles andere als eine Notlösung. Das Konzept ist anders, denn hier sind die Klassenlehrer dabei, so dass es am Nachmittag eine Vertiefung des Unterrichts gibt und Inhalte eventuell wiederholt werden. Weil die Erzieher hier täglich direkt mit den Lehrern zusammenarbeiten - in der OGS gibt es nur regelmäßige Besprechungen - können sie Freizeitaktivitäten auf Lerninhalte abstimmen. "Wir machen dann zum Beispiel Apfelmus", wenn im Unterricht der Apfel besprochen wurde, so Tenhagen. Die AG-Angebote aber sind für alle Kinder gleich.

Quelle: RP
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