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Kommentar
Diese neue Leverkusener SPD-Vorsitzende ist nicht zu unterschätzen

Leverkusen. Es stimmt: Aylin Dogan ist 26 Jahre alt und nicht im Stadtrat vertreten. Wer daraus aber nun den Schluss zieht, die neue Leverkusener SPD-Chefin sei ein politischer Anfänger, liegt komplett daneben. Ihre Mitgliedschaft im Kinder- und Jugendhilfeausschuss und im Aufsichtsrat der Bahnstadt sind schon erwähnenswert.

Doch Aylin Dogan besitzt mit ihren 26 Jahren auch bereits das zweite juristische Staatsexamen, arbeitet als Rechtsanwältin in einer Opladener Kanzlei - und absolvierte ein mehrwöchiges Praktikum in der Rechtsabteilung der türkischen Tageszeitung Hürriyet - just zu der Zeit, als Präsident Erdogan anfing, unliebsame Journalisten mit Prozessen zu überziehen.

Dogan hat diese Prozesse miterlebt - und war entsetzt. Was Erdogan mit der weltoffenen Türkei anstelle, sei undemokratisch und gefährlich, sagt die Tochter eines türkischen Gastarbeiters. Das Geschenk Demokratie sieht sie als Verpflichtung auch für ihren neuen Posten. Und im Gegensatz zu Finstermännern wie dem türkischen Präsidenten setzt sie auf Transparenz und Kommunikation. Ein guter Ansatz, denn in dieser Hinsicht sind die Leverkusener Genossen bequem geworden.

Auf der SPD-Homepage stand gestern jedenfalls nichts über die neue Parteichefin, nur die Uralt-Ankündigung: "Eva Lux erneut als Landtagskandidatin gewählt." Da gibt's wohl viel aufzuräumen. pec

Quelle: RP
 
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